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Tornado: 31 Häuser in Petingen weiterhin unbewohnbar
Lokales 23.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Tornado: 31 Häuser in Petingen weiterhin unbewohnbar

Nach dem Tornado vom 9. August sind heute immer noch 31 Häuser in der Gemeinde Petingen nicht bewohnbar.

Tornado: 31 Häuser in Petingen weiterhin unbewohnbar

Nach dem Tornado vom 9. August sind heute immer noch 31 Häuser in der Gemeinde Petingen nicht bewohnbar.
Foto: Anouk Antony/LW-Archiv
Lokales 23.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Tornado: 31 Häuser in Petingen weiterhin unbewohnbar

Fast anderthalb Monate nach dem Tornado im Südwesten des Landes sind längst nicht alle Schäden behoben. Im Petinger Gemeinderat wurde eine Bilanz gezogen.

Von Raymond Schmit 

Der Tornado vom 9. August traf Petingen besonders hart. Noch sind längst nicht alle Schäden behoben, wie im Gemeinderat am Montag verlautete. Positiv zurückbehalten wurden die große Solidarität und Hilfsbereitschaft aus allen Teilen des Landes nach der Naturkatastrophe. 

"Das war beeindruckend", erklärte Bürgermeister Pierre Mellina (CSV) während der Gemeinderatssitzung. Anerkennung dafür gab es auch von allen im Gemeinderat vertretenen politischen Parteien. 

Gehofft wird, dass die derzeit noch unbewohnbaren Gebäude nach Reparaturarbeiten in drei bis sechs Monaten wieder bezogen werden können.
Gehofft wird, dass die derzeit noch unbewohnbaren Gebäude nach Reparaturarbeiten in drei bis sechs Monaten wieder bezogen werden können.
Foto: Anouk Antony/LW-Archiv

Ein Kredit von 1.030.000 Euro wurde in den Haushalt eingeschrieben, um die Schäden des Tornados zu beseitigen. Man hofft, dass zumindest ein Teil der Unkosten über staatliche Subventionen und von Versicherungen zurückerstattet werden. 

Zusagen habe man bereits vom Innenministerium und vom Familienministerium, versicherte Bürgermeister Mellina. 

31 Häuser nicht bewohnbar 

In diesem Zusammenhang teilte Pierre Mellina auf Anfrage von Romain Becker (Déi Gréng) mit, dass zurzeit noch 31 Häuser in der Gemeinde nicht zu bewohnen sind. Er hoffte, dass die Gebäude nach Reparaturarbeiten in drei bis sechs Monaten wieder bezogen werden können. 

Das dürfte nach Aussagen des Bürgermeisters spätestens Ende Februar 2020 der Fall sein. Betroffen sind insgesamt 100 Einwohner. 

Wie weiter in der Sitzung verlautete, sollen Ende des Jahres alle ehrenamtlichen Helfer, die bei der Naturkatastrophe im Einsatz waren, eingeladen werden, um ihnen für ihren Einsatz zu danken. 

Anerkennung für ihren Einsatz gab es in der Gemeinderatssitzung für den Schöffenrat, die Gemeindedienststellen und alle Rettungskräfte von Marco Stoffel (LSAP). Bürgermeister Pierre Mellina sagte dazu: „Es war beeindruckend festzustellen, welche Solidarität es unter den Leuten gab, und wie viele Menschen sich ehrenamtlich in den Dienst ihrer Mitmenschen stellten.“ 

Lob für Krisenmanagement


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Gute Noten stellten Romain Becker (Déi Gréng) und Marc Goergen (Piraten) Bürgermeister Pierre Mellina für das Krisenmanagement anlässlich des Tornados und in den folgenden Tagen aus. „Das hat großartig geklappt“, bestätigte Josette Conzemius-Holcher (CSV). 

Auch sie, genau wie ihr Fraktionskollege Patrick Arendt zeigte sich positiv überrascht von der großen Solidarität nach der Katastrophe. Während in Niederkerschen eine Straße an die Naturkatastrophe erinnern soll, schlug Patrick Arendt in Petingen das Anbringen einer Gedenktafel vor. 

Marie-Louise Bouché-Berens sprach im Namen der DP allen Helfern ihren Dank aus. 


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