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Tollkühne Ritter und holde Burgfrauen
Lokales 15 2 Min. 11.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Butschebuerger Buergfest

Tollkühne Ritter und holde Burgfrauen

Tollkühne Ritter gehöhren zum "Butschebuerger Mittelalterfest" dazu..
Butschebuerger Buergfest

Tollkühne Ritter und holde Burgfrauen

Tollkühne Ritter gehöhren zum "Butschebuerger Mittelalterfest" dazu..
Foto: Lex Kleren
Lokales 15 2 Min. 11.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Butschebuerger Buergfest

Tollkühne Ritter und holde Burgfrauen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
"Früher war alles besser". Beim "Butschebuerger Buergfest" wird das Mittelalter von seiner schönen und spektakulären Seite gezeigt. Unser Fotograf hat sich dort umgeschaut.

(rsd) - Am Anfang stand ein eher bescheidener Dorfmarkt des lokalen Interessenvereins. Inzwischen hat sich das Mittelalterfest im Düdelinger Stadtteil Budersberg nicht nur zu einer Großveranstaltung entwickelt, sondern hat sich zum bedeutendsten Fest dieser Art in der Großregion gemausert, die jedes Jahr an zwei Tagen bis zu 20 000 Besucher anzieht.

Am Wochenende gaben sich wieder edle Ritter, holde Mägde, Gaukler, Barden und einfaches Volk Stelldichein am Fuße des sagenumwobenen Johannisberges, um in längst vergangene Zeiten einzutauchen.

Aus Gallien und aus dem Germanischen Reich

Nachdem es in den vergangenen Jahren bei dem zweitätigen Markttreiben eher sittsam zugegangen war, hatte auch in diesem Jahr Magistrat Danilo in all seiner Weisheit und Güte wohlwollend einer weiteren Auflage des Festes zugestimmt.

Die Kunde vernahm man selbst im fernen Ausland, denn viele Besucher nahmen eine beschwerliche Reise auf sich, um ins Mittelalter einzutauchen. Manche kamen aus Gallien oder den entferntesten Ecken des Germanischen Reiches.

Auch Händler aus Böhmen und Mähren waren angereist Selbst edle Herren wie Marcellus, der erste Sprecher der Volksvertretung, erfreuten sich am mittelalterlichen Treiben. In diesem Jahr gab es übrigens ein Jubiläum, denn es war die 15. Auflage des Festes, die über die Bühne ging.

Über 90 Markstände

An über 90 Markständen boten Händler und Handwerker ihre Waren feil. Und die war von allerfeinster Qualität, denn Panschern und Betrügern drohte, kopfüber in ein Fass bis an den Rand gefüllt mit Jauche gesteckt zu werden, wie Marktvogt Patrizius beim Verkünden den Marktregularien erklärte. Bei solch wenig erfreulichen Aussichten war es ratsam, sich an die Vorschriften zu halten.

Für die Unterhaltung des Volkes sorgten ein Ritterturnier, Jongleure, Barden und Gaukler. Aus dem hohen Norden des Germanischen Reiches war wiederum der Hässliche Hans angereist, um um milde Gaben zu bitten, unschuldige Mägde zu erschrecken und die Besucher mit seinen Späßen zu erfreuen.

Met und Hexenblut

Auch Jungritter kamen beim Bogenschießen, auf dem Mittelalterkarussell oder bei den spannenden Geschichten von Bertholder dem Erzähler auf ihre Kosten. Feinste Köstlichkeiten wie Flügel von Mistkratzern oder Flammkuchen wurden zur Mittagszeit gereicht. Dazu passten Met und Hexenblut.

Beim abendlichen Tavernenspektakel flossen zu den Trinkliedern der Barden reichlich Hopfen und Malz durch von den spätsommerlichen Temperaturen ausgetrocknete Kehlen. Gelegenheit Buße zu tun für die nächtlichen Ausschweifungen bot sich am Sonntagmorgen in der St.-Lukas-Kapelle. Dort wurde die zur Tradition gewordene Mittelaltermesse gefeiert.


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