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Tödlicher Unfall auf Weihnachtsmarkt: Experte ermittelt
Lokales 05.12.2019

Tödlicher Unfall auf Weihnachtsmarkt: Experte ermittelt

Plüschtiere, Kerzen und Blumen an der Unfallstelle bezeugen, wie sehr der Tod des zweijährigen Emran die Menschen in Luxemburg auch noch nach knapp zwei Wochen bewegt.

Tödlicher Unfall auf Weihnachtsmarkt: Experte ermittelt

Plüschtiere, Kerzen und Blumen an der Unfallstelle bezeugen, wie sehr der Tod des zweijährigen Emran die Menschen in Luxemburg auch noch nach knapp zwei Wochen bewegt.
Foto: Guy Jallay
Lokales 05.12.2019

Tödlicher Unfall auf Weihnachtsmarkt: Experte ermittelt

Knapp zwei Wochen, nachdem ein zweijähriges Kind auf dem Knuedler zu Tode gekommen war, haben die Ermittlungen Fahrt aufgenommen.

(str) -  Die Ermittlungen zum Tod des kleinen Emran schreiten voran. LW-Informationen zufolge hat der Untersuchungsrichter inzwischen einen Spezialisten mit den Untersuchungen befasst. Der Experte soll erste Erkenntnisse dazu liefern, wie es zum Unfall am Knuedler kam.


Lokales, Knuedler, Unfall, Eisskulptur, Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
Zeugenaufruf nach Unfall am Weihnachtsmarkt
Eine Skulptur aus Eis hat sich an der Eisbahn auf dem hauptstädtischen Knuedler gelöst und ist umgefallen. Der schwere Block traf ein Kind und verletzte es tödlich.

 Am Abend des 24. November war kurz nach 20 Uhr eine Eisskulptur in unmittelbarer Nähe der Eisbahn auf der hauptstädtischen Place Guillaume II umgestürzt. 

Der zweijährige Junge Emran wurde dabei von Teilen eines insgesamt rund 700 Kilogramm schweren Eisblocks getroffen. Das Kind erlag trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen seinen schweren Verletzungen. 


Les intervenants d'Ice & Art sont des habitués de ce type de performance. Ils participent même à des compétitions de sculpture sur glace
«Techniquement, cela ne pouvait pas tomber»
Le sculpteur de l'œuvre de glace qui, en tombant, a causé la mort d'un jeune enfant dimanche sur le marché de Noël du Knuedler explique que seule une intervention humaine a pu causer le drame.

Die Eisskulptur auf dem Knuedler bestand aus mehreren Teilen und war erst am Nachmittag geschaffen worden. Sie sollte als Kulisse für Erinnerungsfotos dienen. Der umgefallene Eisblock stellte dabei den Hintergrund dar: eine 2,5 Meter hohe Nachbildung der Fassade eines Holzchalets. 

Emrans Eltern hatten wenige Tage nach dessen Tod in sozialen Medien ein Foto des Jungen veröffentlicht, auf dem er wenige Augenblicke vor dem Unglück inmitten der Eisskulpturen zu sehen ist. 

 Alle Hypothesen auf dem Prüfstand 

Wann die Arbeiten des Unfallgutachters abgeschlossen sind, ist nicht absehbar. Zudem können sich aus diesem ersten Gutachten noch weitere ergeben, um Hypothesen zum Unfallhergang zu bekräftigen oder auch zu widerlegen. Die Entscheidungsgewalt bei den Ermittlungen liegt beim Untersuchungsrichter.


Point presse VDL conjoint avec le Luxembourg City Tourist Office  - Incident marché de Noel - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Stadt Luxemburg äußert sich zu tödlichem Unfall
Nach dem tödlichen Vorfall am Sonntag, bei dem ein Kleinkind ums Leben kam, sprach Bürgermeisterin Lydie Polfer von dem "traurigsten Unfall" in ihrer 24-jährigen Karriere.

Noch am Unfallabend hatte die Polizei einen ersten Zeugenaufruf veröffentlicht: Wer vor oder während des Vorfalls Beobachtungen oder Aufzeichnungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der hauptstädtischen Polizei unter der Nummer 24440-4500 oder dem Notruf 113 zu melden. 

In dem Fall wird wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt ermittelt. Demnach werden alle Hypothesen in Betracht gezogen. Diese können vom Konstruktions-, Konzeptions- oder Materialfehler bis hin zur direkten Einwirkung einer Drittperson reichen.


Lokales, Weihnachtsmarkt, Wintermarkt, Lichter, Winter Lights,   Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
Nach tödlichem Unfall: Änderungen im "Winterlights"-Programm
Im monatlichen City Breakfast thematisierte die Stadt Luxemburg das tragische Unglück auf dem Knuedler, kündigte aber auch eine Änderung in puncto Parktarife an.

Letzteres hatte einer der Eiskünstler der französischen Gruppe Ice&Art in der Presse als einzig möglichen Hergang ins Gespräch gebracht. 

Ein deutscher Eiskünstler hatte allerdings in einem LW-Interview betont, dass solche Werke so gestaltet sein sollten, dass sie einem Druck von mindestens 100 Kilo widerstehen. 


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