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Tod in der Waschstraße: Geldstrafe für Betreiber
Lokales 19.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Tod in der Waschstraße: Geldstrafe für Betreiber

In der Anlage in Koetschette war am 30. Mai 2015 ein Mann zwischen der Fahrertür und dem Autogehäuse eingeklemmt worden und an den Folgen seiner Verletzungen gestorben.

Tod in der Waschstraße: Geldstrafe für Betreiber

In der Anlage in Koetschette war am 30. Mai 2015 ein Mann zwischen der Fahrertür und dem Autogehäuse eingeklemmt worden und an den Folgen seiner Verletzungen gestorben.
Foto: Lex Kleren
Lokales 19.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Tod in der Waschstraße: Geldstrafe für Betreiber

Im Mai 2015 war ein Mann bei einem Unfall in einer Waschanlage gestorben. Nun wurde der Betreiber zu einer Geldstrafe verurteilt. Zwei weitere Unternehmen wurden vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

(SH) - Nachdem am 30. Mai 2015 ein Mann in einer Waschstraße in Koetschette gestorben war, mussten sich die Verantwortlichen von drei Unternehmen vor Gericht verantworten. Die Richter des Diekircher Bezirksgerichts befanden in erster Instanz nun nur den Betreiber der Anlage der fahrlässigen Tötung für schuldig und verurteilten ihn zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro.

Der Hersteller der Maschine sowie jene Firma, die die Waschstraße in Koetschette aufgebaut hatte, wurden unterdessen freigesprochen.

Das 76-jährige Opfer war ein regelmäßiger Kunde der Waschanlage. Als solcher wurde der Mann mehrmals darauf hingewiesen, dass es ihm nicht erlaubt sei, die Halle zu betreten, nachdem er im Außenbereich den Startknopf aktiviert hatte. An diese Regel hielt sich der Mann jedoch nicht. Als er am 30. Mai 2015 zu seinem Wagen zurückkehrte und die Fahrertür öffnete, um sich in das Auto zu begeben, hatte der Waschgang bereits begonnen. Der Schlitten drückte gegen die Tür, woraufhin der Mann zwischen ihr und dem Gehäuse eingeklemmt wurde. Es kam zu schweren Verletzungen, an deren Folgen der Mann noch am Abend starb.

Mehrere Fehler

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte während der Verhandlung erklärt, dass der kleinste Fehler reiche, um die Verantwortung eines Unternehmens zurückzubehalten.


Der Unfall ereignete sich am 30. Mai 2015 in dieser Waschanlage.
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Nachdem es im Mai 2015 in einer Waschanlage in Koetschette zu einem tödlichen Unfall gekommen war, mussten sich am Montag drei Firmen vor Gericht verantworten. Zwei von ihnen drohen Geldstrafen.

Der Betreiber habe gewusst, dass sich das Opfer nicht an die Regeln halte. Dennoch sei dem Mann immer wieder ein Ticket verkauft worden, ohne dass etwas getan wurde, um den Mann daran zu hindern, sich nach dem Start des Waschvorgangs zu seinem Wagen zu begeben.

Auch sei das Warnschild nicht sichtbar genug angebracht gewesen und die Tore der Waschhalle stets geöffnet geblieben. Der Betreiber hatte dies geleugnet. Die Polizei und die Gewerbeinspektion ITM hatten nach dem Unfall vor Ort aber andere Feststellungen gemacht.

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