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Tiny houses: Klein, fein und manchmal kompliziert
Lokales 10.08.2020

Tiny houses: Klein, fein und manchmal kompliziert

Tiny houses können luxuriös, aber auch schlicht sein.

Tiny houses: Klein, fein und manchmal kompliziert

Tiny houses können luxuriös, aber auch schlicht sein.
Foto: Pixaby
Lokales 10.08.2020

Tiny houses: Klein, fein und manchmal kompliziert

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Die winzigen Häuser sind in vielen Ländern im Trend. In Luxemburg müssen sie einige Voraussetzungen erfüllen, um genehmigt zu werden.

Tiny houses, zu Deutsch winzige Häuser, haben der Definition nach eine Wohnfläche zwischen 15 und 45 Quadratmeter. Auch in Luxemburg ist der Trend mittlerweile angekommen, weshalb der DP-Abgeordnete Max Hahn einige Fragen unter anderem betreffend die Rechtslage in einer parlamentarischen Frage stellt.

Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) und Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) stehen dem DP-Politiker Rede und Antwort. So sei zunächst zu präzisieren, dass Tiny houses aus juristischer Perspektive eine vollwertige Konstruktion sind. Jedoch sieht die administrative Rechtssprechung Konstruktionen, die über eine längere Zeit bestehen bleiben, als genehmigungspflichtig. Dies auch, wenn sie nicht im Boden verankert sind.

Oft ist eine Mindestfläche nötig 

Aus diesem Grund müssen sie konform zur Stadtplanung und -entwicklung sein sowie auch zu den Bestimmungen des allgemeinen Bebauungsplans (PAG), des Teilbebauungsplans (PAP) und des Bautenreglements der jeweiligen Gemeinde. 

Einzelne Charakteristiken der winzigen Häuser können dabei deren Bau im Weg stehen. Etwa, da Wohnungen eine gewisse Größe haben müssen, Gebäude eine minimale Breite nicht unterschreiten dürfen oder etwa eine bestimmte Anzahl an Etagen aufweisen müssen. Nicht immer können Tiny houses den Anforderungen einer gewissen Siedlung gerecht werden, befinden die Innenministerin und der Wohnungsbauminister. 

Harmonisches Ganzes 


Tiny Houses
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Oft würden die Konstruktionen, bedingt durch deren isolierte Bauweise und die geringe Höhe, in Kontrast mit bestimmten Gebäuden (Bautypologien) auf den angrenzenden Grundstücken stehen. Aus diesem Grund fragen die Minister, ob Tiny houses, über den Einzelfall hinaus, eine adäquate Antwort auf die Wohnungsproblematik hierzulande sein können. Klar ist für sie aber auch, dass Alternativen zu den klassischen Wohnformen gebraucht werden, und dass der PAP und der PAG diese nicht systematisch ausschließen sollen. 

Die Bestimmungen zur Gemeindeentwicklung unterliegen grundsätzlich der Gemeindeautonomie. Der Regierung obliegt es in erster Linie, zu beraten und zu sensibilisieren. Max Hahn wollte auch wissen, ob es Überlegungen gebe, eine Tiny-house-Siedlung zu realisieren. Taina Bofferding und Henri Kox ist nichts darüber bekannt. Sie meinen aber, dass bei solchen Projekten sichergestellt werden muss, dass trotz kleiner Wohnflächen es nicht zu einem verhältnismäßig großen Flächenverbrauch kommen darf. Darüber hinaus müsse sie sich in das bestehende Umfeld integrieren und eine gute Lebensqualität bieten. 

 

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