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Tierasyl Gasperich: Gepflegt und aufgepäppelt
Liliane Ferron, Sprecherin der "Déireschutzliga", arbeitet seit 17 Jahren als Freiwillige im Tierasyl in Gasperich.

Tierasyl Gasperich: Gepflegt und aufgepäppelt

Foto: Manon Kramp
Liliane Ferron, Sprecherin der "Déireschutzliga", arbeitet seit 17 Jahren als Freiwillige im Tierasyl in Gasperich.
Lokales 1 14.06.2017

Tierasyl Gasperich: Gepflegt und aufgepäppelt

Roland ARENS
Roland ARENS
Immer zur Ferienzeit herrscht Hochbetrieb in den Auffangstationen für Hunde und Katzen, so auch im Gaspericher Tierasyl. Immerhin werden die Tiere dort rundum betreut, bis hin zur Suche nach einem neuen Herrchen oder Frauchen.

(rar) - Im Gaspericher Tierasyl ist die Lage angespannt - wie vor jedem Sommer in den letzten Jahren. "Die Situation ist die, dass wir kaum noch Plätze frei haben, weder für Hunde noch für Katzen", erklärt Liliane Ferron, Sprecherin der "Déiereschutz asbl", die die Auffangstation für Tiere betreibt. 

Vor den Ferien steigt stets die Zahl der Tiere, die von ihren Besitzern ausgesetzt oder direkt in Gasperich abgeben werden. Hinzu kommt, dass um diese Jahreszeit viele Katzen Junge bekommen und manche Halter nicht wissen, wohin mit dem Nachwuchs. Derzeit gibt es Wartelisten für die Tiere, die bis in den Juli reichen. "Der Platz ist nun einmal begrenzt", so Liliane Ferron. 

  Ich arbeite jetzt seit 17 Jahren ehrenamtlich im Tierasyl und kann immer noch nicht verstehen, wieso Menschen so etwas tun." 

Dennoch ist die Tierschutzliga bemüht, in jeder Situation zu helfen, damit Tiere nicht einfach sich selbst und der Natur überlassen werden. Doch Fälle, in denen Hunde an einen Baum angebunden und Katzen von ihren Besitzern allein zurückgelassen werden, gibt es immer wieder. 

"Ich arbeite jetzt seit 17 Jahren ehrenamtlich im Tierasyl und kann immer noch nicht verstehen, wieso Menschen so etwas tun", sagt Liliane Ferron. "Warum müssen solche Leute überhaupt Tiere haben?" 

Immerhin gibt es seit 2010 eine Chip-Pflicht für Hunde. Anhand des elektronischen Passes, der den Tieren unter die Haut implantiert wird, lässt sich der Halter des Tieres feststellen - vorausgesetzt, der Informationsträger wurde zuvor ordnungsgemäß eingetragen. Eine langjährige Forderung der Tierschutzliga ist, dass die Chip-Vorschrift auf Katzen ausgedehnt wird.

Rundumversorgung für Hunde und Katzen

In der Gaspericher Auffangsstation, die im September 2012 eröffnet wurde, werden Hunde und Katzen aufgenommen, medizinisch versorgt und aufgepäppelt. 

Eine festangestellte Tierärztin gehört zur 17-köpfigen Belegschaft, ebenso wie hauptamtliche Tierpfleger und freiwillige Helfer. Sie sorgen mit viel Erfahrung und Einsatz dafür, dass Tiere bei einer Adoption gut zum neuen Besitzer und ihrer neuen Umgebung passen.

Jeden Nachmittag, besonders am Samstag, kommen zudem zahlreiche Besucher ins Tierasyl, um die Hunde auszuführen. So kommt es, dass viele Gehege und Boxen des Tierasyls bei schönem Wetter leer stehen - trotz der knappen Aufnahmekapazitäten.


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