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Tiefe Gräben in der ADR: Henckes und Gatti treten zurück
Henckes zieht einen Schlussstrich unter das Kapitel ADR.

Tiefe Gräben in der ADR: Henckes und Gatti treten zurück

Foto: Tessy Hansen
Henckes zieht einen Schlussstrich unter das Kapitel ADR.
Lokales 14.12.2012

Tiefe Gräben in der ADR: Henckes und Gatti treten zurück

Durch die ADR geht ein tiefer Riss. Am Freitag traten der langjährige Abgeordnete Jacques-Yves Henckes und Vizepräsident Marc Gatti zurück. Auch der Abgeordnete Jean Colombera spielt mit Rücktrittsgedanken.

(vb) - Durch die ADR geht ein tiefer Riss. Am Freitag traten der langjährige Abgeordnete Jacques-Yves Henckes und Vizepräsident Marc Gatti zurück. Auch der Abgeordnete Jean Colombera spielt mit Rücktrittsgedanken.

Colombera hat innerhalb eines Monats von Parteipräsident Kartheiser eine Grundsatzrede zur Werteneutralität der Partei verlangt. Andernfalls wolle er die Partei ebenfalls verlassen.

Der 67 Jahre alte Jacques-Yves Henckes, der seit 1984 in der Chamber sitzt, sieht seine Überzeugungen nicht mehr mit der neuen Linie des Parteivorsitzenden vereinbar, sagte er gegenüber Radio DNR. 

Uneinigkeit mit Parteipräsident Kartheiser

ADR-Präsident Kartheiser habe nach Einschätzung von Jacques-Yves Henckes eine ultra-konservative und religiöse Linie eingeschlagen. Diesen neuen ideologischen Kurs könne Henckes nicht mehr unterstützen. Außerdem sei Kartheiser ihm zu euro-skeptisch, sagte Henckes im Interview. Besonders bei gesellschaftlichen Themen wie Abtreibung und Homo-Ehe habe es "gravierende Divergenzen" gegeben.

Der 67-Jährige ist ein Urgestein des Parlaments: Er hat seit 1984 einen Sitz in der Chamber. Henckes begann seine Karriere in der DP. 1993 - ein Jahr nach der Parteigründung - trat er in die ADR ein.

Parteipräsident Fernand Kartheiser bedankte sich bei Henckes für das langjährige Engagement. Es sei allerdings nicht so, dass ein Riss durch die Partei gehe. Entscheidungen würden demokratisch gefällt. Henckes habe sich in letzter Zeit in der Minderheit befunden.