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Tice zieht Konsequenzen
Lokales 30.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Umgehung von Niederkerschen

Tice zieht Konsequenzen

Werbung gegen Mitgliedsgemeinden auf Tice-Bussen ist künftig nicht mehr erlaubt. Indes bleibt der Preis der ganzen Kampagne 
ein Sassenheimer Geheimnis.
Umgehung von Niederkerschen

Tice zieht Konsequenzen

Werbung gegen Mitgliedsgemeinden auf Tice-Bussen ist künftig nicht mehr erlaubt. Indes bleibt der Preis der ganzen Kampagne 
ein Sassenheimer Geheimnis.
Foto: Luc Ewen
Lokales 30.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Umgehung von Niederkerschen

Tice zieht Konsequenzen

Luc EWEN
Luc EWEN
Die Sassenheimer Kampagne gegen die Umgehungsstraße von Niederkerschen auf Tice-Bussen hat nun Folgen.

(L.E.) -  Der Streit zwischen Käerjeng und Sassenheim um den Bau einer Umgehungsstraße von Niederkerschen, gipfelte vor kurzem in einer aufwendigen Medienkampagne. Die wurde auch auf Bussen des Tice – in dem sowohl Niederkerschen als auch Sassenheim Mitglieder sind – gezeigt.

Laut LW-Informationen wurde dies in der vergangenen Bürositzung des Syndikats thematisiert. Im Vorfeld hatte der Bürgermeister von Käerjeng Michel Wolter sich darüber erregt, dass eine Werbeaktion, die sich gegen eine Tice-Gemeinde richte, auf Tice-Bussen ausgetragen würde. Zudem hatte er von einem schlechten Stil gesprochen, weil der Name „Bascharage“ auf den Plakaten durchgestrichen ist.

Kampagnen müssen Tice nun im Vorfeld gezeigt werden

Der Sassenheimer Bürgermeister Georges Engel hatte hingegen betont, dass man sich nicht gegen Käerjeng, sondern gegen die Straße richte.

Tice-Präsident Henri Hinterscheid bestätigte gestern dem LW, dass das Syndikat nun in dieser Sache entschieden hat. Künftig wird es nicht mehr möglich sein, gegen die Interessen einer Mitgliedsgemeinde Werbung zu schalten. „Ich will auch nicht, dass irgendwer rassistische Werbung auf unseren Bussen schaltet“, so Hinterscheid. Bisher habe man da keine Handhabe gehabt. Künftig soll das Tice einen „droit de regard“ haben.

Wieviel der  Steuerzahler zahlt, bleibt ein Geheimnis

Was den Preis der Kampagne – die vom Steuerzahler bezahlt wird – angeht, so hüllt sich Georges 
Engel weiter in Schweigen. Auch wiederholten Presseanfragen wich er aus.

Beim Start der Kampagne hatte er lapidar gesagt, die Kampagne sei preiswerter als der Bau der Umgehungsstraße.


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Der Kommentar
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