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Teures Fußballstadion: 58 statt 30 bis 35 Millionen Euro
2019 soll der Ball im neuen Stadion rollen.

Teures Fußballstadion: 58 statt 30 bis 35 Millionen Euro

Bild: gmp/ Beng
2019 soll der Ball im neuen Stadion rollen.
Lokales 2 Min. 10.08.2015

Teures Fußballstadion: 58 statt 30 bis 35 Millionen Euro

Ab 2019 soll der Ball im neuen, 58 Millionen teuren Fußballstadion rollen. Damit wird die Arena deutlich teurer, als ursprünglich angenommen. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie unterschätzte Kosten werden als Ursache angeführt. Auf Luxus wurde weitestgehend verzichtet.

(SH) - 58 Millionen Euro soll das nationale Fußballstadion kosten. Diese Zahl wurde vor einem knappen Monat anlässlich der Vorstellung des ersten Vorprojektes avanciert.

Damit liegen die nun vorgesehenen Kosten deutlich über jenen 30 bis 35 Millionen Euro, von denen noch vor einem Jahr gesprochen wurde. „Die Differenz erklärt sich zum einen durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer seit der ersten Berechnung der Kosten, zum anderen wurden bei der ersten Berechnung aber auch diverse Kosten unterschätzt“, heißt es bei der Stadt Luxemburg, dem Bauherrn für das nationale Stadion. 

Kein Luxus, kein Ramsch

Bei der Wahl der Ausstattung sei nicht in Luxus investiert worden, man habe allerdings auf eine gute Qualität geachtet, um sicherzustellen, dass nicht gleich nach der Inbetriebnahme wieder nachgebessert werden muss – und weitere Kosten anfallen. Der höhere Preis erkläre sich jedoch auch durch die Erhöhung der Marktpreise in der Zeit zwischen der ersten Berechnung und der Fertigstellung des Vorprojektes. Zudem sei eine Reserve vorgesehen.

Die Stadt Luxemburg wird ein Drittel des Gesamtbetrages zahlen, also etwas mehr als 19,2 Millionen Euro. Die weiteren fast 39 Millionen Euro werden vom Sportministerium übernommen, das somit etwas tiefer in die Tasche greifen muss als anfangs geplant. Für eine Renovierung des Stade Josy Barthel hatte das Sportministerium ein Budget von 30 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem Neubau hat sich die Situation nun verändert. 

Zwei Fünfjahrespläne

Dennoch gebe es keinen Grund zur Panik. Denn in den insgesamt 58 Millionen Euro, die nun anfallen, sind rund 8 Millionen Mehrwertsteuer enthalten, die später über einen anderen Posten wieder in die Staatskasse einfließen werden.

Im aktuellen Fünfjahresplan des Sportministeriums, der von 2013 bis 2017 greift, sei ein Budget für die Arena vorgesehen. Da der Bau jedoch erst 2018 oder 2019 fertiggestellt wird, entfällt ein Teil der Kosten auf den nächsten Fünfjahresplan.

Für die Stadt Luxemburg kommen zu den 19,2 Millionen für das Stadion noch 5 Millionen Euro für die Erschließung des Grundstücks hinzu. Die 1,5 Millionen Euro, die für die provisorische Umleitung des CR 186 anfallen – dort wo derzeit die Straße von Kockelscheuer in Richtung Hauptstadt und zurück verläuft, soll sich in weniger als vier Jahren das Stadion befinden –, werden von der Straßenbauverwaltung, also dem Staat, übernommen. 

In der Montagsausgabe des "Luxemburger Wort" wird das Thema Fußballstadion ausführlich behandelt.


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