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Teurer Krankenhausbesuch: Verbraucherschutz kritisiert Erhöhung der Parktarife
Lokales 2 Min. 05.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Teurer Krankenhausbesuch: Verbraucherschutz kritisiert Erhöhung der Parktarife

Besonders das Centre Hôpital in Kirchberg steht wegen teurer Parkhauspreise in der Kritik.

Teurer Krankenhausbesuch: Verbraucherschutz kritisiert Erhöhung der Parktarife

Besonders das Centre Hôpital in Kirchberg steht wegen teurer Parkhauspreise in der Kritik.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 05.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Teurer Krankenhausbesuch: Verbraucherschutz kritisiert Erhöhung der Parktarife

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Momentan sorgt eine Erhöhung der Parkhauspreise im Hôpital Kirchberg vor allem in den sozialen Medien für viel Diskussion. Die ULC bezieht nun Stellung und kritisiert diese Maßnahme.

(dho) - „In rezenter Vergangenheit haben einige Spitäler ihre Parkhausgebühren drastisch erhöht”, schreibt die Union Luxembourgeoise des Consommateurs (ULC) in einem Presseschreiben am Montagmorgen.

Grund für die Aufregung sind Preise wie etwa die im Krankenhaus Hôpital Kirchberg. Eine Stunde Parken kostet seit dem 1. Februar hier 3 Euro. Drei Stunden demnach 9 Euro. Wer länger bleiben muss, zahlt 20 Euro pro Tag. Wer also den Notdienst in Anspruch nimmt und warten muss, oder wer einen Familienangehörigen für einige Stunden besucht, muss tief in die Tasche greifen.

Seit Februar gelten im Hôpital Kirchberg neue Preise für die Nutzung des Parkhauses.
Seit Februar gelten im Hôpital Kirchberg neue Preise für die Nutzung des Parkhauses.
Foto: Facebook/Nico Hoffmann

Aber nicht nur hier seien die Preise überteuert, findet Nico Hoffmann, Präsident der ULC. Auch von Patienten der Zithaklinik, aus dem Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) und aus dem Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) in Esch/Alzette habe es Reklamationen gegeben. Die Pressesprecherin des CHEM Anja Di Bartolomeo bedauert die Situation in Esch/Alzette: „Das Parkhaus wird von einem privaten Anbieter betrieben. Wir haben keinen Einfluss auf die Preise.” An den anderen Standorten der Krankenhausgruppe gebe es aber keine Probleme mit überteuerten Parktarifen. In Düdelingen etwa sei das Parken sogar gratis. 

„Die Krankenhäuser sind gut an dem öffentlichen Verkehr angebunden”

Die Direktion der Hôpitaux Robert Schuman, zu denen die Clinique Bohler, Hôpital Kirchberg, Zithaklinik und die Clinique Ste Marie gehören, rechtfertigt in ihrem Schreiben die hohen Parkgebühren durch die Immobilienpreise. Die Parkhäuser müssten sich selbst finanzieren und würden keine finanzielle Unterstützung vom Staat oder von der Gesundheitskasse (CNS) erhalten. Die Krankenhäuser würden sich aber alle nahe der Stadtzentren befinden und seien gut an dem öffentlichen Transport angebunden. Momentan arbeite man aber zusammen mit der Mobilitätszentrale an einem Konzept, um die Krankenhäuser in Zukunft noch besser anzubinden.

„Tarife sollen sozial verträglich sein”

„Wir als ULC fordern eine Reduzierung der Tarife auf ein Maß, das sozial verträglich ist”, sagt Nico Hoffmann. „Egal ob das Krankenhaus selbst, oder eine Firma das Parkhaus betreibt.” Außerdem sollten bei verschiedenen Krankheitsfällen Parkplätze gratis zur Verfügung gestellt werden. Immerhin bieten einige Krankenhäuser dies bereits an. „Patienten, die etwa in die Chemotherapie kommen, können im CHEM in Esch/Alzette gratis parken”, erklärt Anja Di Bartolomeo.

Die ULC fordert darüber hinaus auch, dass der Staat den kranken Menschen und denen, die ihre Angehörige oder ihre Kinder im Krankenhaus besuchen wollen, mehr entgegenkomme und seine Hilfe anbiete. Von Seiten des Gesundheitsministeriums gab es zu dieser Forderung aber noch keine Rückmeldung.




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