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Terrorübung in der Rockhal früher als angekündigt
Mehr als 1.200 Menschen nehmen an der Anti-Terrorübung in Belval teil.

Terrorübung in der Rockhal früher als angekündigt

Fotos: Guy Wolff
Mehr als 1.200 Menschen nehmen an der Anti-Terrorübung in Belval teil.
Lokales 4 2 Min. 12.01.2019

Terrorübung in der Rockhal früher als angekündigt

Etwas mehr als drei Jahre nach dem blutigen Terroranschlag auf den Pariser Konzertsaal Bataclan wird an diesem Samstag seit 11 Uhr auch in der Rockhal ein Angriff simuliert.

1.200 Menschen sind am Samstagvormittag an einer groß angelegten Terrorübung in der Rockhal beteiligt.

Was beim Terrorangriff auf den Pariser Konzertsaal Bataclan am 13. November 2015 grausame Realität war, soll nun in Luxemburgs größter Veranstaltungsarena simuliert werden: Ein Anschlag auf ein Konzert mit mehr als 1100 Besuchern, Schüsse, Explosionen, eine große Opferzahl, Verletzte, denen die Flucht gelingt, eine Geiselnahme und schließlich ein Großeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten.


Attacke bereits um 11 Uhr


  • Bereits gegen 6 Uhr morgens wurden die ersten Statisten geschminkt.
  • Währenddessen erregten lange Autokolonnen mit Spezialfahrzeugen der Polizei auf der Autobahn A4 in Richtung Belval Aufsehen.
  • Um 11 Uhr dann die Attacke - und nicht, wie der Presse angekündigt, um 14 Uhr.
  • Bilanz im Szenario: 100 Tote, 500 Verletzte. 

Das Szenario - nicht alle Details bekannt

Fünf Personen wurden bereits vor der Konzerthalle erschossen. Dort sprengte sich ebenfalls ein Terrorist in die Luft. Vier weitere Terroristen drangen in die Rockhal ein.

Genaue Details über die Übung im Inneren der Rockhal sind momentan (13:30 Uhr) noch nicht bekannt - die Presseteams dürfen die Halle nicht betreten. Gewusst ist aber, dass eine Geiselnahme stattfindet und, dass rund ein Drittel der Einsatzkräfte zur Unterstützung aus Frankreich kommen.

Ziel der Übung

Ziel bei der Übung ist die Umsetzung des nationalen Anti-Terror-Plans, der Kommandostruktur und die Zusammenarbeit der eingebundenen Dienste zu testen. Darüber hinaus sind auch die Versorgung einer hohen Zahl von Verletzten und deren Transport zum nächstgelegenen Krankenhaus sowie dessen interner Krisenplan Teil der Übung.

Wie das Krisenkommunikationszentrum des Staatsministeriums am Donnerstag in einer Pressemitteilung betonte, werden bei der Übung Schüsse, Explosionen und Schreie zu hören sein. Es gehe allerdings zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Öffentlichkeit aus. Die Übung finde in Belval ausschließlich in der Rockhal und auf dem umliegenden Gelände statt. Der betroffene Bereich ist abgesperrt. Darüber hinaus ist auch das Centre hospitalier Émile Mayrisch (CHEM) Teil des Szenarios.

Sperrung der umliegenden Straßen

Um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, werden am Samstag zwischen 7 Uhr und 20 Uhr folgende Straßen in Belval gesperrt sein: die Avenue du Rock'n Roll, die Avenue des Hauts-Fourneaux, die Avenue des Sidérugistes und die Avenue de la Fonte. Es wird ein Parkverbot ausgeschildert und die anliegenden Gebäude sind am Samstag aus Sicherheitsgründen für Fahrzeuge nicht zugänglich.

Die Tice-Buslinien 4, 7 und 15 werden umgeleitet. Der Bahnverkehr ist von der Übung nicht betroffen. Der Bahnhof Belval-Université ist über das Einkaufszentrum Belval-Plaza zugänglich.


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