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Te Deum in der Kathedrale: "Wir brauchen Ideale"
Die großherzogliche Familie während der kirchlichen Feier.

Te Deum in der Kathedrale: "Wir brauchen Ideale"

Foto: Chris Karaba
Die großherzogliche Familie während der kirchlichen Feier.
Lokales 15 23.06.2016

Te Deum in der Kathedrale: "Wir brauchen Ideale"

Mit dem "Te Deum" in der Kathedrale von Luxemburg wird der letzte öffentliche Teil des Nationalfeiertags begangen. Die schönsten Bilder von der kirchlichen Feier sehen Sie hier.

Mit einem gemeinsamen Gebet der Religionen wurde in der Kathedrale von Luxemburg der letzte öffentliche Teil des Nationalfeiertags begangen.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich begrüßte die Gäste, bevor Großrabbiner Alain Nacache, der Imam der moslemischen Gemeinschaft, Muhamed Rizvic, sowie der ortodoxe Mitropolit Atgénagoras, Exarch von den Niederlanden und Luxemburg, Gebete ihrer religiösen Gemeinschaften sprachen.

Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa hatten mit Erbgroßherzog Guillaume, Erbgroßherzogin Stéphanie sowie Prinz Félix und Prinzessin Claire, Prinz Louis und Prinzessin Tessy und Prinz Sébastien und Prinzessin Alexandra im Chor des Gotteshauses Platz genommen. Regierungsmitglieder und Abgeordnete nahmen an der Feier ebenso teil wie zahlreiche Diplomaten und Vertreter von Justiz und Verwaltung.

"Religion ist wichtig"

In seiner Predigt griff Erzbischof Jean-Claude Hollerich die Themen Solidarität und Integration auf. Er hob vor allem die Arbeit von Vereinen und den vielen gemeinnützigen Organisationen hervor, die sich in unserer Gesellschaft engagieren und für Gerechtigkeit einsetzen: "Sie alle tragen dazu bei, dass es noch Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gibt." In unserer postmodernen Gesellschaft würde das Individuum immer wichtiger und das Gemeinwohl manchmal vergessen werden. Gerade deshalb sei es wichtig, sich zu engagieren – nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere. 

Man dürfe nicht vergessen, dass hier auch die Religionen ihren Beitrag leisten. Religion wolle dazu beitragen, Menschen Ideale zu geben: „Und wir brauchen Ideale und Visionen für unser Land."

Klare Worte fand Erzbischof Hollerich zum Schluss seiner Predigt, als er auf das Thema "Trennung von Kirche und Staat" einging: "Religion ist wichtig. Wenn wir eine Trennung von Religion und Gesellschaft anstreben, dann werden wir als luxemburgische Gesellschaft dafür einen hohen Preis zahlen." Diese Entscheidung solle wohl überlegt sein.

"Und wir sind ja in einer Kirche. Ich denke, dann kann ich jetzt auch Amen sagen", schloss er seine Predigt ab.


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