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Tatort Rue de Hollerich
Lokales 02.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Überfälle am Wochenende

Tatort Rue de Hollerich

Ecke Rue Adolphe Fischer und Rue de Hollerich: Hier kam es am Samstagmorgen zu zwei Überfällen binnen einer Stunde.
Überfälle am Wochenende

Tatort Rue de Hollerich

Ecke Rue Adolphe Fischer und Rue de Hollerich: Hier kam es am Samstagmorgen zu zwei Überfällen binnen einer Stunde.
Foto: Steve Remesch (Archiv)
Lokales 02.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Überfälle am Wochenende

Tatort Rue de Hollerich

Drei brutale Überfälle binnen weniger als 24 Stunden in einer und derselben Straße. Das lässt aufhorchen. Täterbeschreibung und Modus Operandi lassen jedoch eher nicht auf eine einzelne organisierte Bande schließen.

(str) - Drei brutale Überfälle binnen weniger als 24 Stunden in einer und derselben Straße. Das lässt aufhorchen. Täterbeschreibung und Modus Operandi lassen jedoch eher nicht auf eine einzelne organisierte Bande schließen.

Beim ersten Überfall um 4.20 Uhr am Samstagmorgen ging es in der Rue de Hollerich sofort heftig zur Sache. Das Opfer wurde gewürgt, mit einem Messer bedroht und mit Pfefferspray gefügig gemacht. Die Täter – Osteuropäer laut Opfer – erbeuteten eine geringe Bargeldsumme.

Nur wenige Meter vom ersten Tatort entfernt, unweit der Kreuzung mit der Rue Adolphe Fischer, kam es eine Stunde später zu einem zweiten Raub. Zwei dunkelhäutige Männer hielten einen jungen Passanten dazu an, ihnen seine Wertsachen auszuhändigen. Als dieser sich weigerte, wurde er mit einer Pistole bedroht. Die Täter hatten es nicht nur auf Geld und Mobiltelefon abgesehen, sondern auch auf den Pass, den Hausschlüssel und die Jacke des Opfers.

In der folgenden Nacht kam es am anderen Ende der Rue de Hollerich, in Höhe der Kirche, zu einem weiteren Raubüberfall. Vier dunkelhäutige Männer rempelten zwei Jugendliche an. Eine Flasche fiel zu Boden und einer der Angreifer verlangte 20 Euro als Wiedergutmachung. Dann hielten zwei Täter eines der Opfer fest, ein dritter schlug auf den jungen Mann ein. Auch diesmal fiel die Beute im Vergleich zur hohen Gewaltbereitschaft der Täter sehr gering aus: etwas Bargeld und ein Smartphone.

Das Phänomen ist nicht neu. Regelmäßig kommt es an der Partymeile jenseits des Bahnhofsviertels spätnachts zu gewalttätigen Überfällen. Die örtliche und zeitliche Bündelung dürfte jedoch ein Produkt des Zufalls sein. Bei der Polizei herrscht jedes Wochenende in der zweiten Hälfte der Nacht Hochbetrieb. Dennoch kann lediglich eine verstärkte Präsenz an den Brennpunkten derartige Vorkommnisse verhindern.

Die Polizeimeldungen vom Wochenende:



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