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Tarife für grenzüberschreitende Fahrten sinken deutlich
Lokales 2 Min. 02.12.2019

Tarife für grenzüberschreitende Fahrten sinken deutlich

Pendler, die nach Arlon, Thionville oder Trier fahren, können sich ab 1. März 2020 auf günstigere Tarife freuen.

Tarife für grenzüberschreitende Fahrten sinken deutlich

Pendler, die nach Arlon, Thionville oder Trier fahren, können sich ab 1. März 2020 auf günstigere Tarife freuen.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 2 Min. 02.12.2019

Tarife für grenzüberschreitende Fahrten sinken deutlich

Jörg TSCHÜRTZ
Jörg TSCHÜRTZ
Mit der Einführung des kostenlosen öffentlichen Transports verbilligen sich auch Fahrten in die Nachbarstaaten. Ein Überblick über die neuen Ticketpreise für Bus und Bahn.

Der Verkéiersverbond hat am Montag die bereits seit langem erwarteten neuen Ticket-Tarife für den grenzüberschreitenden Verkehr bekannt gegeben. Fahrten mit Bus und Zug nach Frankreich, Belgien und Deutschland werden ab dem 1. März 2020 deutlich billiger. Grund ist die Einführung des kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs in Luxemburg, die zum selben Datum erfolgt. Künftig müssen Pendler auf dem Weg nach Luxemburg nur noch bis zur Staatsgrenze ein Ticket lösen.

Ein Monatsabo für grenzüberschreitende Busfahrten in der RegioZone 1, die unter anderem die Städte Thionville, Trier und Bitburg mit einschließt, kostet künftig 40 statt 85 Euro. Das Jahresticket verbilligt sich von 750 Euro auf 360 Euro. In der RegioZone 2, die bis Saarlouis und Saarbrücken reicht, kostet ein Jahresticket künftig 750 statt 1190 Euro (Monatsticket: 85 statt 135 Euro). Der Preis für ein Bus-Tagesticket in der RegioZone 1 wird von 9 auf 5 Euro heruntergesetzt. Der Preis für den "Studentepass Regio" bleibt hingegen gleich (130 Euro beziehungsweise 200 Euro). 

Die neuen Bustarife für Pendler aus den Nachbarstaaten:

Die neuen Bahntarife für Pendler aus den Nachbarstaaten:

Auch bei der Bahn sinken die Fahrkartenpreise. So kostet ein "OekoCard"-Abo von Trier Hauptbahnhof nach Luxemburg in der 2. Klasse künftig 49 Euro pro Monat. Bislang waren es 85 Euro. Für die Jahreskarte werden 490 Euro (statt 850 Euro) fällig. Wer von Arlon nach Luxemburg fährt, bezahlt künftig 53 Euro (statt 82 Euro) monatlich oder 534 Euro jährlich. Pendler auf der viel befahrenen Strecke nach Thionville müssen künftig 45,50 Euro pro Monat (statt 88 Euro) entrichten, für unter 26-Jährige und Jahresabonnenten gibt es Vergünstigungen. 

Erste Klasse bislang kaum nachgefragt

Der Verkéiersverbond weist darauf hin, dass Fahrten in der 1. Klasse ab 1. März 2020 weiterhin kostenpflichtig bleiben. Ein nationales Jahresabo in dieser Tarif-Kategorie kostet 660 Euro, Änderungen sind derzeit nicht vorgesehen. Erste-Klasse-Abteile gibt es im grenzüberschreitenden Verkehr derzeit nur auf den Strecken nach Deutschland und Belgien.


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Künftig könnte das "Premium-Segment" stärker nachgefragt werden – vor allem von jenen Pendlern, die statt Gratis-Stehplatz in krachend vollen Zügen ein ruhiges, aber kostenpflichtiges Sitzplätzchen bevorzugen. Momentan dürfen sich Fahrgäste in der ersten Klasse einem elitären Klub zugehörig fühlen: Der Anteil der Bahnkunden, die erste Klasse fahren, beträgt bei der CFL derzeit gerade einmal 3,6 Prozent an Werktagen und 1,2 Prozent an Wochenenden. Änderungen im Angebot oder Service der ersten Klasse sind aber vorerst nicht vorgesehen.

Die CFL erklärte kürzlich auf LW-Nachfrage, dass man durch den Nulltarif im öffentlichen Transport generell "keinen enormen Passagierzuwachs erwarte". Es sei jedoch damit zu rechnen, dass auf der Kurzstrecke und außerhalb der Stoßzeiten mehr Fahrgäste in die Bahn einsteigen werden, so eine Sprecherin. Das Mobilitätsministerium verweist darauf, dass am 15. Dezember ein neuer Bahnsteig am Hauptbahnhof Luxemburg eröffnet werde, der kurzfristig für Entlastung im grenzüberschreitenden Schienenverkehr sorgen soll. 

Weitere Informationen unter mobiliteit.lu


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