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Südregion erhält Unesco-Label
Lokales 2 Min. 28.10.2020

Südregion erhält Unesco-Label

Ins Rollen gekommen ist das Projekt UNESCO-Label für die Südregion bereits 2018.

Südregion erhält Unesco-Label

Ins Rollen gekommen ist das Projekt UNESCO-Label für die Südregion bereits 2018.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 28.10.2020

Südregion erhält Unesco-Label

Anne Julie HEINTZ
Anne Julie HEINTZ
Nach jahrelanger Planungsarbeit hat Luxemburgs Erzbecken am Mittwoch das Label eines Biosphärenreservats erhalten.

Es ist vollbracht. Der Süden Luxemburgs darf sich mit dem Label eines Unesco-Biosphärenreservats schmücken. Jahrelang hat die Minetteregion darauf hingearbeitet. Nun dürfen die Südgemeinden sich freuen. Anhand des Labels „Man and Biosphere“ werden nämlich nicht nur die facettenreichen Gegebenheiten der Region national und international ins Rampenlicht gestellt. 

Vor allem erhalten die Kommunen Antrieb, um weiterhin den Naturschutz mit dem wirtschaftlichen Wachstum und den urbanistischen Entwicklungen in Einklang zu bringen. 

ProSud als Träger des Projekts

Ins Rollen gekommen ist das Projekt Unesco-Label für die Südregion bereits 2018. Damals hatte sich das Gemeindesyndikat ProSud, zu dem Zeitpunkt noch unter der Führung von Roberto Traversini, einstimmig zum Träger des Projekts erklärt. Ein Jahr später stellte das Syndikat seine Kandidatur für das Label „Man and Biosphere“ und reichte dazu ein 250 Seiten dickes Kandidaturschreiben ein. Am Mittwoch dann fiel in Paris die lang ersehnte Entscheidung: Die Südregion wurde offiziell zum Unesco-Biosphärenreservat ernannt. 

Grund zur Freude für die elf ProSud-Gemeinden. Vor allem aber auch für Simone Beck. Seit 2015 ist sie Präsidentin der Commission nationale pour la coopération avec l’Unesco. Im Zusammenhang mit dem Vorhaben der Südregion war sie treibende Kraft.

Aufgrund des Labels wird Luxemburg nun in das weltweite Netz der Biosphärenreservate aufgenommen. Auch wird es maßgeblich die touristische Entwicklung in der Südregion fördern sowie der Region Antrieb verleihen, um ihre Bemühungen im Bereich des Naturschutzes fortzusetzen. 

200 Quadratkilometer, 175.000 Einwohner 

Für das Kandidaturschreiben sind unterdessen tief greifende Analysen durchgeführt und die Besonderheiten der Region aufgeführt worden. Auf 200 Quadratkilometern verteilt leben in der Südregion 175.000 Einwohner mit rund 150 unterschiedlichen Nationalitäten. 

Interessant sind auch die bestimmten Zonen, die für das Kandidaturschreiben definiert worden sind, darunter Kernzonen (Naturschutzgebiete), Pufferzonen (ummantelte Kernzonen) und nachhaltige Entwicklungszonen (vom Menschen besiedelt und bewirtschaftet).

Arbeitsgruppen und Bürgerbeteiligungsprozess

Auch waren hinsichtlich des Kandidaturschreibens multidisziplinäre Arbeitsgruppen gegründet und Kernthemen definiert worden. Im Mittelpunkt standen dabei die Bewahrung und Beobachtung der Biodiversität, die Herstellung und Vermarktung lokaler Produkte und nachhaltige Tourismusangebote. 


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Des Weiteren wurde der Fokus auf die Wertschätzung und Erhaltung des industriellen Erbguts gerichtet sowie tief greifende Strategien gegen die Umweltverschmutzung wurden ins Visier genommen. Auch konnten die Bewohner der elf ProSud-Gemeinden im Zuge einer Bürgerbefragung ihre Ideen in den Entwicklungsprozess mit einfließen lassen. 


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