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Süddeutsche Zeitung: "Affäre Juncker"
Lokales 28.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Süddeutsche Zeitung: "Affäre Juncker"

Jean-Claude Juncker bei seiner Anhörung vor der Untersuchungskommission am vergangenen Freitag.

Süddeutsche Zeitung: "Affäre Juncker"

Jean-Claude Juncker bei seiner Anhörung vor der Untersuchungskommission am vergangenen Freitag.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 28.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Süddeutsche Zeitung: "Affäre Juncker"

Die Geheimdienstaffäre in Luxemburg ist ein willkommenes Wochenendthema in  ausländischen Medien. Nun hat auch die "Süddeutsche Zeitung" nach der Anhörung des Premierministers vor der Untersuchungskommission über die "Affäre Juncker" berichtet.

(mt)"Eine Situation wie aus dem Drehbuch eines Agentenfilms: Hartnäckig hält sich das Gerücht, Luxemburgs Großherzog unterhalte heimliche Verbindungen ins Ausland. Der Geheimdienst ist dem Vorwurf ausgesetzt, illegale Abhöraktionen gestartet zu haben. Jean-Claude Juncker ist oberster Chef des Dienstes - und steckt nicht nur deshalb mittendrin in der Affäre."

So umreißt die Brüsseler Korrespondentin der "Süddeutschen Zeitung", Cerstin Gammelin, die Geheimdienstaffäre in Luxemburg: Der Titel dieses Beitrags, der am späten Sonntag nachmittag online ging: "Affäre Juncker".

Zuvor hatte sich bereits das Deutschland Radio mit der Geheimdienstaffäre beschäfigt: "Geheimdienstaffäre erschüttert Luxemburg".

Wer trägt Verantwortung für den Skandal?

Während die "Süddeutsche Zeitung" den Lauschangriff auf Juncker auch mit den mysteriösen Attentaten des "Bommeleeërs" zusammenführt, bringt das Deutschland Radio in seinem Bericht den Großherzog aus der Schusslinie. Das Deutschland Radio zitiert hierzu den Vorsitzenden der Enquêtekommission:

"Mille hat ganz klar gesagt, es gibt nicht ein Indiz, dass der Großherzog persönlich irgendeinen regelmäßigen Kontakt zum MI6 gehabt hat, das habe ich nach außen getragen, um das klarzustellen."

"Süddeutsche Zeitung" und Deutschland Radio stellen die Frage, wer die politische Verantwortung für den Skandal trägt. Die "Süddeutsche Zeitung" hierzu:

"Für Premier Juncker ist die Angelegenheit nach dem Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss am Freitag nicht ausgestanden. Die Frage der politischen Verantwortung für die illegalen Abhöraktionen des Geheimdienstes bleibt ebenso zu beantworten wie die Frage nach den Bombenattentätern."


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