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Suche nach vermissten Menschen : Freiwillige willkommen
Lokales 26.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Suche nach vermissten Menschen : Freiwillige willkommen

Rettungshunde kommen u.a. beim Zivilschutz zum Einsatz.

Suche nach vermissten Menschen : Freiwillige willkommen

Rettungshunde kommen u.a. beim Zivilschutz zum Einsatz.
Foto: Laurent Blum
Lokales 26.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Suche nach vermissten Menschen : Freiwillige willkommen

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Inwiefern greift die Polizei bei Suchaktionen mit Hunden auf die Dienste anderer Organisationen zurück? Die Zusamenarbeit funktioniert, allerdings bestehen Auflagen.

(jag) - Im Falle einer Vermisstenmeldung wird eigentlich jede Hand gebraucht, um die Polizei bei der Suche zu unterstützen. Auch private Organisationen können dabei unterstützend eingreifen. In einer parlamentarische Anfrage erkundigt sich der CSV-Abgeordnete Jean-Marie Halsdorf nach den Modalitäten dieser Zusammenarbeit. Im Regelfall werden speziell ausgebildete Spürhunde bei der Suche eingesetzt. Die Polizei verfügt zwar über Spürhunde diese sind allerdings für andere Aufgaben wie Verbrechensbekämpfung und Aufspüren von Ausbrechern ausgebildet, so der Minister für innere Sicherheit Etienne Schneider.

Insgesamt verfügt die Polizei über 13 solcher Hunde. Für solche Aufgaben kommen wegen ihrer Gefährlichkeit nur Polizeidienste in Frage. Andere Aufgabebereiche der Polizeihunde umfassen das Aufspüren von Drogen und Sprengstoffen sowie der Schutz des Polizisten. Über spezielle Rettungshunde verfügt die Polizei allerdings nicht. Im Rahmen von Suchaktionen wird deshalb auch mit anderen Organisationen zusammengearbeitet, dazu gehören auch Privatleute. So wurde 2016 ein Abkommen mit dem Roten Kreuz unterschrieben was die zusammenarbeit bei Suchaktionen betrifft.

Für eine Zusammenarbeit kommen aber nur solche Organisationen in Frage, welche die gleichen Trainingsmethoden wie die Polizei einsetzen. Zudem muss auch das technische Material wie z.B. die Funkgeräte kompatibel sein. Privatpersonen kommen für eine solche Zusammenarbeit deshalb nicht in Frage. Auch die Verfügbarkeit rund um die Uhr kann von privaten Anbietern nur selten garantiert werden. Freiwillige sind bei einer solchen Zusammenarbeit zwar willkommen, dies aber nur im Rahmen der bestehenden Hilfs- und Rettungsorganisationen wie der Zivilschutz oder das Reute Kreuz.