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Studienbeihilfen werden neu geregelt
Mit der Neuregelung will die Regierung knapp 70 Millionen Euro sparen.

Studienbeihilfen werden neu geregelt

Foto: Marc Wilwert
Mit der Neuregelung will die Regierung knapp 70 Millionen Euro sparen.
Lokales 03.03.2014

Studienbeihilfen werden neu geregelt

Der Ministerrat  billigte an diesem Freitag die Neuregelung der Studienbeihilfen. In Zukunft soll jedem Studierenden maximal ein Betrag von bis zu 17.500 Euro pro Jahr zustehen.

(jm) - Sozial selektiv, großzügig und gerecht soll die Neuregelung der Studienbeihilfen sei, die im Zuge der Urteile des Europäischen Gerichtshofs und des Verwaltungsgerichts notwendig wurde.

Hochschulminister Claude Meisch stellte am Freitag die Grundzüge der Neuregelung, die zum Wintersemester 2014/2015 in Kraft treten soll. Demnach steht jedem Studierenden pro Jahr ein (rückzahlbares) Darlehen in Höhe von 6.500 Euro zu, dazu kommt ein Grundbetrag von 2.000 Euro, ein "Mobilitätsstipendium" in Höhe von ebenfalls 2.000 Euro, das Studiengänge im Ausland fördern soll sowie ein nach der Einkommenslage der Eltern gestaffeltes Stipendium von bis zu 2.500 Euro. Als Rückerstattung der Einschreibegebühren können die Studierenden darüberhinaus einen Betrag von maximal 3.500 Euro einfordern, dazu kommen noch einmal 1.000 Euro für Studierende in sozialen Notlagen.

"Sehr großzügig"

Macht Summa Summarum einen Betrag von 17.500 Euro: "Im Vergleich zum Ausland ist das sehr großzügig", sagte der Hochschulminister. Dennoch rechnet die Regierung damit, dass mit dem neuen Vergabemechanismus die Ausgaben für die Studienbeihilfen um knapp 70 Millionen Euro gegenüber der jetzigen Regelung sinken werden. Derzeit schlagen die Ausgaben mit 178 Millionen Euro zu Buche.

Anspruch auf die Beihilfen haben auch die Kinder von Grenzgängern, sofern diese fünf Jahre im Großherzogtum berufstätig waren und sofern sie Belege einreichen, welche sozialen Unterstützungsmaßnahmen (Kindergeld, nationale Stipendien) ihnen in ihren Herkunftsländern zustehen. Damit will man der Anhäufung der Ansprüche entgegenwirken.