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Streit ist vorprogrammiert: Der umstrittene Ausbau des Hafens
Zu den bereits bestehenden Tanks sollen zusätzliche 90.000 Kubikmeter Diesel, Benzin und Kerosin gelagert werden. Zudem rücken die neuen Tanks deutlich näher an das Wohngebiet heran.

Streit ist vorprogrammiert: Der umstrittene Ausbau des Hafens

Romain Schanck
Zu den bereits bestehenden Tanks sollen zusätzliche 90.000 Kubikmeter Diesel, Benzin und Kerosin gelagert werden. Zudem rücken die neuen Tanks deutlich näher an das Wohngebiet heran.
Lokales 02.03.2015

Streit ist vorprogrammiert: Der umstrittene Ausbau des Hafens

Bis Mitte Dezember war um den geplanten Ausbau des Hafens in Mertert still geworden. Heute treffen sich die Verantwortlichen, um über das Projekt zu beraten. Streitpunkt ist eine Vergrößerung des Tanklagers.

(nas) -  Bis Mitte Dezember war es um das Dossier „Ausbau des Hafens in Mertert“ eher still geworden. Hatte die Erweiterung der Tanklager um eine Kapazität von 90 000 Kubikmeter noch im Jahr 2009 für reichlich Aufregung gesorgt, schien dieses Thema für Außenstehende schon fast in Vergessenheit geraten.

Doch dann erhielten unter anderem die Gemeinden Grevenmacher, Mertert und die deutsche Grenzgemeinde Temmels sowie mehrere Verwaltungen aus Luxemburg und Deutschland Mitte Dezember 2014 einen Brief von der Umweltverwaltung, der den Stein wieder ins Rollen brachte. Die Betroffenen wurden in dem Schreiben darum gebeten, innerhalb eines Monats eine Stellungnahme und Anmerkungen zur Planungsänderung und der damit verbundenen Konsequenzen auf die geplante Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) im Rahmen der Erweiterung im Hafen Mertert abzugeben.

Aber: Für die Gemeindeverantwortlichen war gerade dieser Brief Grund genug, um auf die Barrikaden zu gehen. Zum einen war nämlich bereits vor sechs Jahren eine Scoping-Studie durchgeführt worden und zum anderen – was ausschlaggebend für die darauffolgenden Diskussionen war – wurden sie nun mit den neuen modifizierten Plänen konfrontiert. Und damit stand denn auch plötzlich der Ausbau des Tanklagers wieder im Fokus der Kritik.

Diskussionsrunde in Esch/Alzette

Wie es vonseiten der Umweltverwaltung heißt, hätten die 19 betroffenen Gemeinden und Verwaltungen nach dem Schreiben im Dezember ihre Stellungnahme innerhalb eines Monats einreichen müssen. Ein Treffen aller Parteien wurde für heute in der Umweltverwaltung in Esch/Alzette einberufen.

Während dieser Sitzung werden die einzelnen Stellungnahmen diskutiert und niedergeschrieben. Anschließend können die Parteien eine erneute Stellungnahme abgeben. Die Stellungnahme der einzelnen Parteien sei notwendig, um die UVU überhaupt festzulegen und die Commodo-Incommodo-Prozedur einzuleiden, heißt es vom Umweltverwaltung. Zudem gelte der Abschluss der Studie als Startpunkt für das Ingenieurbüro der Tanklux S.A.

Klar ist, dass gerade die betroffenen Gemeinden, aber auch das interkommunale Abwassersyndikat Sidest, die Verbandsgemeinde Konz (D), die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord aus Rheinland-Pfalz bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Vorhaben bleiben werden. 


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