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Streckenradar in Tunnel Markusberg in Planung
Lokales 22.09.2020

Streckenradar in Tunnel Markusberg in Planung

Der erste Streckenradar des Landes steht auf dem Straßenabschnitt zwischen Waldhof und Gonderingen.

Streckenradar in Tunnel Markusberg in Planung

Der erste Streckenradar des Landes steht auf dem Straßenabschnitt zwischen Waldhof und Gonderingen.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 22.09.2020

Streckenradar in Tunnel Markusberg in Planung

Die Entscheidung wurde getroffen, da es dort bereits viele Unfälle gegeben hat. Dass es bislang noch kein Streckenradar in Tunnels gibt, hat Gründe.

(dho) - Im Tunnel Markusberg auf der Autobahn A13 soll in naher Zukunft ein sogenannter Streckenradar installiert werden. Dies bestätigt nun noch einmal Ressortminister François Bausch (Déi Gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Jeff Engelen (ADR). Bereits Mitte Juli hatte das Mobilitätsministerium gegenüber dem LW ein solches Pilotprojekt im Tunnel Markusberg angeführt.

„Die entsprechenden Studien haben begonnen“, erklärt der Minister. Ein klares Timing kann jedoch nicht genannt werden. Eine Schwierigkeit wird die Einstellung des Radargerätes sein, da die Geschwindigkeitsbegrenzung in Tunnels auf den Autobahnen hierzulande je nach Verkehrssituation durch die CITA angepasst werden kann.  

Der Tunnel Markusberg wurde ausgewählt, da der Straßenabschnitt einer starken Neigung unterliegt und sich dort bereits viele Unfälle zugetragen haben. 


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Des Weiteren möchte der Abgeordnete wissen, weshalb denn nicht ein Tunnel als Standort des ersten Streckenradars ausgewählt wurde. Der Mobilitätsminister erklärt, dass bei einem Pilotprojekt, wie dem Streckenradar, immer mehrere Interventionen notwendig sind, um sicherzustellen, dass das Gerät richtig funktioniert und auch Erfahrungen gesammelt werden müssen. Wäre der erste Streckenradar in einem Tunnel installiert worden, hätte dies zu Störungen des Verkehrs führen können. 

Dass es aber Radargeräte in Autobahntunnels geben soll, erachtet der Minister als überaus wichtig, da das Risiko von Unfällen dort durch überhöhte Geschwindigkeit sehr hoch ist. Im Falle eines Unfalls treten auch zusätzliche Probleme auf, da der Zugang für die Rettungskräfte garantiert werden muss, es häufig zu höherem Schaden kommt und Umleitungen nötig werden.


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Wo ein Streckenradar installiert wird, wird auf der Grundlage eines „Audits de sécurité“ entschieden, welches von einer Arbeitsgruppe auf Nachfrage des Mobilitätsministeriums ausgearbeitet wird. „Ein Streckenradar sei sinnvoll für längere Abschnitte, auf denen eine konstante Geschwindigkeitsbegrenzung besteht und wo auf der ganzen Strecke ein erhöhtes Unfallrisiko vorliegt“, betont der Minister. 

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