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Straßenerneuerungen: Esch/Alzette sagt Schlaglöchern den Kampf an
Lokales 6 3 Min. 07.02.2018

Straßenerneuerungen: Esch/Alzette sagt Schlaglöchern den Kampf an

In der Rue de la Libération soll ein Shared Space entstehen.

Straßenerneuerungen: Esch/Alzette sagt Schlaglöchern den Kampf an

In der Rue de la Libération soll ein Shared Space entstehen.
Foto: Escher Stadtverwaltung
Lokales 6 3 Min. 07.02.2018

Straßenerneuerungen: Esch/Alzette sagt Schlaglöchern den Kampf an

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Bis etwa 2023 sollen die Straßen um die Rue de l'Alzette im Escher Zentrum erneuert werden. Beginnen werden die Arbeiten am 19. Februar in der Brillstraße und in der Rue de la Libération.

(na) - „Wir wollen nicht nur ,Maquillage‘“, sagt der Escher Bürgermeister Georges Mischo, wenn er von der Erneuerung der Straßen im Escher Stadtzentrum spricht. In der vergangenen Mandatsperiode war ein Straßenerneuerungsprogramm, getauft „Zebridi“ (die Abkürzung steht für die Rue Zénon Bernard, Brill und Dicks), einstimmig angenommen worden. Der Kostenpunkt liegt bei etwa 15 Millionen Euro.

Rue du Brill wird erneuert

Vom 19. Februar an beginnen die Arbeiten. Dies in der Rue du Brill. Die Straße, die seit 1980 eine Fußgängerzone ist, wird auch weiterhin autofrei bleiben. Sie erhält einen hellen Belag, wie er bereits heute in Höhe der Brillschule zu sehen ist. Dies stelle eine robustere und kostengünstigere Lösung als die Pflastersteine dar, erklärte Stadtingenieur Lucien Malano am Montagabend auf einer Informationsversammlung.

Weiter erhält die Straße eine neue LED-Beleuchtung, die zu einem besseren Sicherheitsgefühl beitragen soll sowie neues Straßenmobiliar und Bäume.

Kanal liegt in vier Meter Tiefe

Doch bevor diese Arbeiten an der Oberfläche getätigt werden können, müssen die Bauarbeiter in die Tiefe. Der Kanal liegt vier Meter im Boden vergraben und muss komplett erneuert werden. „Wahrscheinlich stammt er aus der Zeit, als die Straße errichtet wurde“, so Malano. Entsprechend sei nicht auszuschließen, dass die eine oder andere Überraschung zu Tage kommen wird.

Bis April soll der neue Kanal gelegt sein. Auch wird von der Gelegenheit profitiert, um alle weiteren unterirdischen Infrastrukturen zu erneuern, von den Gasleitungen bis zum Elektrizitätsnetz. Dies ab Mai. Für Jahresende sollen die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

Teilsperrung der Rue de la Libération

Ähnlich kündigen sich die Arbeiten in der Rue de la Libération an. Auch hier ist der Baubeginn am 19. Februar vorgesehen. Wieder liegt der Kanal, der komplett erneuert werden muss, tief unter der Erdkruste vergraben, was die Arbeiten nicht vereinfachen dürfte.

In Angriff genommen wird die Baustelle in Höhe der Kreuzung mit der Rue Zénon Bernard. Später wird sie sich in Richtung Boulevard Kennedy verlagern. Dieser Straßenteil, etwa entlang der protestantischen Kirche, wird ganz für den Verkehr gesperrt. Dies voraussichtlich von Mitte März bis zur Sommerpause.

Autofahrer, die das Escher Parkhaus benutzen, werden durch die Rue Ferdinand Nothomb und die Avenue de la Gare zum Boulevard geleitet. Geplant ist, dass der neue Belag für November gelegt wird.

Neuer Shared Space

Dann wird die Straße zu einer Begegnungszone umreglementiert. Was bedeutet, dass ein Tempolimit von 20 km/h gilt und Fußgänger und Autofahrer sich gleichberechtigt den Raum teilen sollen. Klassische Bürgersteine wird es nicht mehr geben, dafür aber weiterhin eingezeichnete Parkplätze.

Neu wird sein, dass auch vom Boulevard Kennedy in die Straße abgebogen werden darf. Der Straßenverkehr wird bis zur Rue Ferdinand Nothomb beidseitig verlaufen. Danach wird die Straße zur Einbahnstraße in Richtung Rue de l'Alzette und Rue Zénon Bernard.

Keine Durchfahrt durch Alzettestraße

Das "Zebridi"-Konzept: Gelb eingezeichnet ist die Fußgängerzone, orange eingetragen sind die Begegnungszonen (Tempo 20) und blau die Tempo-30-Straßen.
Das "Zebridi"-Konzept: Gelb eingezeichnet ist die Fußgängerzone, orange eingetragen sind die Begegnungszonen (Tempo 20) und blau die Tempo-30-Straßen.
Grafik: Escher Stadtverwaltung

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen automatische Poller vor der Kreuzung mit der Alzettestraße installiert werden. Dies, damit der Autoverkehr die Fußgängerzone nicht mehr kreuzen kann. So ist es zumindest geplant.

„Wir hoffen, dass diese Infrastrukturarbeiten für die kommenden 50 Jahre ausreichend sind“, so Lucien Malano in Bezug auf die beiden Straßen. Der Kostenpunkt für die Erneuerung der Rue du Brill liegt bei 1,2 Millionen Euro und für die Rue de la Libération bei 800 000 Euro.

Eine Baustelle jagt die nächste

Auch erklärte Lucien Malano, dass der Stadt vom zuständigen Bauunternehmen versichert wurde, dass dieses auf beiden Baustellen mehrere Mannschaften beschäftigen werde, damit die Arbeiten zügig vorangehen. Eingangs hatte Georges Mischo erklärt, dass etwaige Verspätungen bereits im Timing eingerechnet seien.

Sollten die Arbeiten trotzdem länger dauern, dann dürfte das gesamte „Zebridi“-Konzept verschoben werden. Denn die nächste Baustelle, die Erneuerung der Rue Zénon Bernard, ist bereits für 2019 vorgesehen. Aber, so wurde es zumindest während der Informationsversammlung versichert, soll diese erst in Angriff genommen werden, wenn die beiden ersten Baustellen abgeschlossen sind.


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