Stellungnahme der Landwirtschaftskammer

Bauern fordern Wiederaufnahme der Fuchsjagd

Aus Sicht der Landwirtschaftskammer sind Füchse ein Problem.
Aus Sicht der Landwirtschaftskammer sind Füchse ein Problem.
Foto: Lex Kleren

(mth) - In einer Stellungnahme hat die Landwirtschaftskammer am Donnerstag von der Regierung eine Wiederaufnahme der vor fast einem Jahr verbotenen Fuchsjagd gefordert.

Die Forderung wird durch die nicht belegte Behauptung untermauert, dass die Fuchspopulation sich in dem vergangenen Jahr "quasi verdoppelt" habe. Beweise werden allerdings keine geliefert, offenbar, weil es keine gibt.

Gleichzeitig werden allerdings die Studien, welche die Regierung zur Einführung des Jagdverbots heranzog, als "unwissenschaftlich" bezeichnet - auch hier fehlen allerdings jegliche Argumente, welche diese Darstellung untermauern könnten.

Des weiteren schreibt die Landwirtschaftskammer von so genannten "Problemfüchsen", die "immer häufiger" in Ställen anzutreffen seien und Krankheiten wie den Fuchsbandwurm übertragen würden. Auch hier werden keine konkreten Fälle genannt.

Regierung sieht keinen Handlungsbedarf

Staatssekretär Camille Gira hatte am vergangenen Donnerstag vor dem zuständigen Parlamentsausschuss eine Bilanz zum ersten Jahr Fuchsjagdverbot gezogen. Bei dieser Gelegenheit wurde festgehalten, dass seit der Einführung des Fuchsjagdverbots nicht mehr Probleme festgestellt worden seien als zuvor.

Auch ein Vertreter des Gesundheitsministeriums hatte nichts zu bemängeln, wies jedoch darauf hin, dass man die Entwicklung des Fuchsbandwurms und der Tollwut weiterhin im Auge behalten müsse. Da von den 32 Füchsen, die im vergangenen Jahr abgeliefert wurden, 40 Prozent vom Fuchsbandwurms befallen waren.

Offiziell hat die Regierung noch nicht entschieden, ob das insbesondere von den Jägern kritisierte Fuchsjagdverbot verlängert wird oder nicht. Derzeit berate man intern darüber.