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Steinschmätzer gilt in Luxemburg als ausgestorben
Lokales 18.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Steinschmätzer gilt in Luxemburg als ausgestorben

Das Großherzogtum ist um eine Vogelart ärmer. Der Steinschmätzer ist hierzulande verschwunden.

Steinschmätzer gilt in Luxemburg als ausgestorben

Das Großherzogtum ist um eine Vogelart ärmer. Der Steinschmätzer ist hierzulande verschwunden.
Foto: Shutterstock
Lokales 18.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Steinschmätzer gilt in Luxemburg als ausgestorben

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Die Situation der Vogelwelt hierzulande ist weiterhin kritisch. Das geht aus dem Jahresbericht der Vereinigung natur&ëmwelt hervor.

Das Großherzogtum ist um eine Vogelart ärmer. Der Steinschmätzer (Lux.: Broochschësser) ist hierzulande verschwunden. Das geht aus dem Jahresbericht der Vereinigung natur&ëmwelt hervor.

Die Vereinigung wurde im vergangenen Jahr etwa 1.300 Mal mit Fragen zu verschiedenen Themen kontaktiert. Etwa 250 drehten sich um die Vogelwelt, die meisten, mehr als 800, bezogen sich indes auf Wespen. 

Was die Entwicklung der Vogelpopulationen betrifft, gibt es allerdings nicht nur schlechte Nachrichten. So sind vermehrt Blaukehlchen hierzulande festgestellt worden. Andere Bestände, wie zum Beispiel die der Schleiereule oder der Feldlerche, sind allerdings weiterhin in einem schlechten Zustand. Ein detaillierter Bericht über die Vogelbestände des Landes soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. 


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Insgesamt 336 Vogelarten wurden bisher in Luxemburg nachgewiesen. Doch die Tiere sind starkem Besiedlungsdruck ausgesetzt.

Um die Biodiversität hierzulande zu erhalten, unterhält die Vereinigung Naturschutzgebiete. Alleine im vergangenen Jahr konnten 74 zusätzliche Hektar Fläche für diesen Zweck erworben werden. Insgesamt verwaltet die Vereinigung 1.500 Hektar Naturschutzgebiete. 

2019 stellt aber auch für die Wildtierauffangstation der Vereinigung ein Rekordjahr dar. 3.500 Tiere von 151 verschiedenen Arten wurden im vergangenen Jahr dort aufgenommen und gepflegt. Auf die Zahlen hatte auch der warme und trockene Sommer einen Einfluss. Etwa 1.600 Tiere wurden im Juni und Juli aufgenommen. 


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Das Jahr 2020 dreht sich indes ganz um ein Jubiläum. Die Vereinigung feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.

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