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Startschuss für die Traubenlese: Hochbetrieb in den Weinbergen
Lokales 23 2 Min. 21.09.2015

Startschuss für die Traubenlese: Hochbetrieb in den Weinbergen

Am Montag zogen die ersten Winzer zur Traubenlese in die Weinberge. Nach einem milden Winter, zu trockenem Wetter und Temperaturen, die teilweise die 35-Grad-Marke überschritten, rechnen sie trotz allem mit einem guten Jahrgang.

(nas) -  Seit diesem Montag herrscht mit dem Auftakt der Traubenlese wieder reges Treiben in den Weinbergen an der Luxemburger Mosel. Mit dabei auch der Winzerbetrieb Caves Krier-Welbes aus Ellingen. In Naumberg in Bech-Kleinmacher ernteten die Winzer und Erntehelfer die ersten Auxerrois-Beeren, die mit einem Mostgewicht von 85 Grad Oechsle überzeugten. Auch die gelesenen Rivaner-Trauben brachten 72 Grad Oechsle hervor.

Bleibt zu erwähnen, dass der "Fiederwäissen 2015" am Mittwoch, dem 30. September auf den Markt kommen wird.

Ein milder Winter, zu trockenes Wetter und Temperaturen, die teilweise die 35-Grad-Marke überschritten – bei vielen Winzern werden dabei Erinnerungen an das Jahr 2003 wach. Auch die Vertreter des Weinbauinstituts aus Ehnen, der Ehemaligen der Weinbauschule sowie der 
Helikopterspritzgenossenschaft Protvigne sprechen nach der Weinbergsbegehung kurz vor der Traubenlese, vergleichen die beiden Jahre: „In Bezug auf die lang anhaltende Trockenperiode und ungewöhnlich warmen Temperaturen erinnert das Weinjahr 2015 stark an das Rekordjahr 2003.

Denn auch im Jahr 2003 zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite, dies mit Rekordtemperaturen im Sommer und Trauben, die während mehreren Monaten von der Sonne verwöhnt wurden, so dass schließlich Weine mit viel Harmonie und einem außergewöhnlichen Bouquet auf den Markt kamen.

Doch zurück in das Jahr 2015: Das Jahr begann mit einem sehr milden Winter; Schnee und Frost blieben fast komplett aus. Es folgte ein trockener und fast überdurchschnittlich warmer Frühling, der einen schnellen und regelmäßigen Austrieb der Reben mit sich brachte. Durch das weiterhin trockene und warme Wetter verlief die Blüte rasch und ohne Probleme. Krankheiten, die in der Regel eher bei feuchtem Wetter auftreten, wie beispielsweise Pilzkrankheiten, traten denn auch nicht auf.

Winzer hoffen nun auf trockenes Wetter

Die Trockenheit hinterließ aber spätestens Ende Juni ihre Spuren und die Winzer mussten so manche Reben – vor allem in den jüngeren Anlagen – bewässern. Und dann kam die Hitzewelle im Juli: Der Regenmangel zeigte sich noch deutlicher, in verschiedenen Anlagen verfärbten sich die Blätter und die Triebe hingen herab. Wer glaubte im August hätte der Wettergott ein Einsehen mit den Winzern, der irrte. Denn auch dieser Monat blieb heiß und trocken.

Der gelegentliche Regen ließ die Winzer denn auch nur kurz aufatmen. So wurde unter anderem die Reifeentwicklung je nach Lage und Sorte ausgebremst. Ein Aufatmen an der Mosel gab es mit dem Regen, der in den 
vergangenen Tagen fiel. Allerdings hofft man nun erneut auf besseres Wetter, denn zuviel 
Regen könnte den Beeren nun auch schaden.

Laut Serge Fischer vom Weinbauinstitut seien die Trauben 
derzeit von hoher Qualität. So würden die Rivaner- und Auxerrois-Trauben nach seinen Aussagen eine schöne Reife vorweisen. Was die Quantität des Leseguts betrifft, geht man derzeit von rund 120 000 Hektolitern auf der gesamten Luxemburger Mosel aus. Dies würde einer durchschnittlichen Ertragsmenge entsprechen.

 Die Winzer rechnen übrigens mit einem guten Jahrgang 2015.


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