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Stadt Luxemburg will Minettkompost beitreten
Lokales 08.02.2019

Stadt Luxemburg will Minettkompost beitreten

Bei einem Betritt der Hauptstadt, müssten die Anlagen in Monnerich ausgebaut werden.

Stadt Luxemburg will Minettkompost beitreten

Bei einem Betritt der Hauptstadt, müssten die Anlagen in Monnerich ausgebaut werden.
Foto: Eric Brausch
Lokales 08.02.2019

Stadt Luxemburg will Minettkompost beitreten

Wird in Zukunft Biomüll aus der Hauptstadt nach Monnerich transportiert? Die Stadt Luxemburg und das Gemeindesyndikat Minettkompost wollen über einen Betritt der Hauptstadt verhandeln.

(rr/na) - Der Minettkompost könnte in Zukunft ein prominentes neues Mitglied erhalten. Die Stadt Luxemburg liebäugelt mit einem Beitritt im Südgemeindesyndikat. Dies teilte der Monnericher Bürgermeister und Syndikatspräsident Jeannot Fürpass am Freitag während der Gemeinderatssitzung in Monnerich mit. 

Der Schöffenrat der Stadt Luxemburg habe am Montag entschieden, eine offizielle Anfrage zu stellen. Wie die Pressestelle der Stadt Luxemburg auf Nachfrage hin mitteilte, wolle der Schöffenrat in Richtung Trockenfermentation gehen und somit die Nassfermentation, die aktuell in den Biogasstationen der Stadt Luxemburg durchgeführt wird, ersetzen. Da der Minettkompost diese Möglichkeit anbietet, haben die Stadtverantwortlichen das Syndikat kontaktiert. 

Minettkompost steht Anfrage "eher positiv" gegenüber

Wie Jeannot Fürpass gestern weiter mitteilte, würde ein solcher Zusammenschluss von Umweltministerin Carole Dieschbourg unterstützt werden. Auch die Vertreter der 21 Mitgliedsgemeinden (darunter bereits drei Zentrumsgemeinden) würden der Anfrage der Stadt Luxemburg eher positiv gegenüberstehen.

 Derzeit deckt das Syndikat ein Gebiet mit einer Bevölkerung von 230 000 Einwohnern ab. Mit dem Beitritt der Stadt Luxemburg würde dieser auf einen Schlag um rund 120 000 Einwohner wachsen. 

Ausbau notwendig

Dafür müssten die Anlagen in Monnerich ausgebaut werden, hatte bereits der Petinger Vertreter des Minettkompost, Johny Polfer, am Montag im Petinger Gemeinderat erklärt. Auch hatte er darauf hingewiesen, dass Verhandlungen zum Beitritt der Stadt Luxemburg noch geführt werden müssen. 

Im Minettkompost werde den Mitgliedsgemeinden eine variable Gebühr verrechnet, die von der Anzahl an gelieferten Tonnen abhängt, sowie eine fixe Gebühr, die von der Einwohnerzahl der Mitgliedsgemeinde abhängt. Letztere würde im Fall der Stadt Luxemburg relativ hoch liegen, bei etwa 1,68 Millionen Euro. 

2022 in Aussicht

Deshalb werden die Gespräche, was den finanziellen Aspekt anbelangt, noch andauern. Jeannot Fürpass stellte 2022 als mögliches Datum in Aussicht.

 Aber nicht nur die Stadt Luxemburg, auch das Abfallsyndikat aus dem Norden, Sidec, dem 46 Gemeinden angehören, habe Interesse gezeigt, organische Abfälle nach Monnerich zu entsorgen, sagte Jeannot Fürpass. Damit würde der Minettkompost eine nationale Bedeutung erhalten.