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Stadt Luxemburg: Carsharing-Projekt gestartet
Angeboten werden zwei Modelle: der Kleinwagen VW Polo und der geräumigere Opel Meriva.

Stadt Luxemburg: Carsharing-Projekt gestartet

Foto: Gerry Huberty
Angeboten werden zwei Modelle: der Kleinwagen VW Polo und der geräumigere Opel Meriva.
Lokales 07.10.2015

Stadt Luxemburg: Carsharing-Projekt gestartet

Seit Mittwochmittag ist das Carsharing-Projekt namens "Carloh" der Stadt Luxemburg am Start. Mit dieser Initiative wollen die Verantwortlichen die Haushalte dazu bewegen, ihren Zweitwagen abzuschaffen.

(rr/ks) - Zehn Fahrzeuge stehen seit Mittwoch für die kurzzeitige Anmietung in der Hauptstadt zur Verfügung. Lanciert wurde das Projekt "Carloh" um 14 Uhr von Bürgermeisterin Lydie Polfer und Mobilitätsschöffin Sam Tanson.

Zwei Modelle, fünf Stationen

Angeboten werden zwei Modelle: der Kleinwagen VW Polo und der geräumigere Opel Meriva. Sie stehen an fünf Stationen im Stadtgebiet bereit:

  • auf dem Parkplatz "Klenge Knuedler" in der Rue Notre-Dame,
  • in Bahnhofsnähe beim Verwaltungsgebäude der Stadt in der Rue Bender,
  • in Bonneweg in der Rue Jean-François Gangler,
  • in der Avenue Victor Hugo in Limpertsberg,
  • in der Rue Astrid in Belair.

Die Fahrzeuge werden nach der Nutzung jeweils an ihren Parkplatz zurück gebracht.

Erst registrieren, dann reservieren

Interessierte müssen sich zunächst registrieren und an einer Infoversammlung, bevor sie ein Fahrzeug per Telefon oder Internet reservieren können. Kunden haben die Wahl zwischen drei Abonnementmodellen mit den Titeln "Eco", "Flexi" und "Plus".

Das Monatsabo kostet je nach Tarif 5, 15 oder 30 Euro. Für jede Nutzung kommen weitere Gebühren hinzu, die sich sowohl nach der Leihdauer als auch den gefahrenen Kilometern richten. Abhängig sind die Stunden- und Kilometertarife zudem vom gewählten Fahrzeugtyp und dem Abonnementmodell. Wird der Wagen von mehreren Personen gefahren oder in der Nacht genutzt, kommen weitere Zuschläge hinzu.

Im folgenden Dokument von Carloh sehen Sie die Einzelheiten zu den Tarifen:

Schöffin Sam Tanson schließt nicht aus, dass die Anzahl der Fahrzeuge und Stationen erhöht wird, wenn das „Carsharing“-Angebot gut angenommen wird.

Die Stadt Luxemburg ist mit 97 Prozent an der Gesellschaft "Carsharing Luxembourg s.a." beteiligt. Weitere Partner sind Cambio (zwei Prozent), einer der größten Anbieter von Carsharing in Europa, und der ACL (ein Prozent). Ziel ist es, dass zu einem späteren Zeitpunkt der Staat und andere Gemeinden bei der „Carsharing S.A.“ hinzustoßen.

Investition von 1,5 Millionen Euro

Die Hauptstadt pumpt 1,5 Millionen Euro in das Projekt. Dem Business-Plan zufolge sind damit die ersten zehn Jahre finanziell abgedeckt. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Projekt bis dahin schwarze Zahlen schreibt. Mit dem Carsharing sollen Haushalte dazu bewegt werden, ihren Zweitwagen abzuschaffen.

Weitere Informationen online:

www.carloh.lu


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