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Stadt Luxemburg äußert sich zu tödlichem Unfall
Lokales 4 2 Min. 25.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Stadt Luxemburg äußert sich zu tödlichem Unfall

Der Knuedler war am Sonntagabend nach dem Unfall evakuiert und abgesperrt worden.

Stadt Luxemburg äußert sich zu tödlichem Unfall

Der Knuedler war am Sonntagabend nach dem Unfall evakuiert und abgesperrt worden.
Foto: Anouk Antony
Lokales 4 2 Min. 25.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Stadt Luxemburg äußert sich zu tödlichem Unfall

Nach dem tödlichen Vorfall am Sonntag, bei dem ein Kleinkind ums Leben kam, sprach Bürgermeisterin Lydie Polfer von dem "traurigsten Unfall" in ihrer 24-jährigen Karriere.

(TJ/SC) - Ein schwerer Eisblock ist am Sonntagabend bei der Eispiste am Knuedler umgefallen und hat ein kleines Kind erschlagen. Wie es zu diesem tragischen Unglück kommen konnte, ist noch ein Rätsel.

Die Staatsanwaltschaft hat am Montagmorgen bestätigt, dass es sich bei dem Opfer um einen zweijährigen Jungen handelte. Man habe sämtliche Spuren sichergestellt und werde versuchen, den Hergang und die Ursachen des Unfalls zu ermitteln. Eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung wurde eingeleitet. 

Am Montagmorgen legten Menschen am Unglücksort Blumen um einen Schlitten aus Eis nieder.
Am Montagmorgen legten Menschen am Unglücksort Blumen um einen Schlitten aus Eis nieder.
Foto: Gerry Huberty

Pressekonferenz am Montagabend

Die Stadt Luxemburg hielt zu dem tragischen Vorfall vom Sonntag am Montagabend eine Pressekonferenz. Bürgermeisterin Lydie Polfer sprach von dem "traurigsten Unfall" in ihrer 24-jährigen Karriere.

Es sei bereits das dritte Jahr, das die Luxembourg City Tourist Office mit der Firma "Ice&Art" zusammengearbeitet habe. Der Eisblock wurde am Sonntag gegen 14 Uhr geliefert. Danach wurde der Bereich um die Eisskulptur drei Stunden lang abgeriegelt, während ein Künstler aus Frankreich die Skulptur mit der Motorsäge bearbeitete und in Form brachte.

Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer zeigt ein Foto der Eiswand auf der Pressekonferenz am Montagabend.
Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer zeigt ein Foto der Eiswand auf der Pressekonferenz am Montagabend.
Foto: Pierre Matgé

Es handelte sich um eine sogenannte "partizipative Skulptur", mit der Weihnachtsmarktbesucher aktiv interagieren und sich zum Beispiel darauf setzen können sollten. Daher gab es um die Skulptur auch keine Absperrung.

Gegen 17 Uhr - drei Stunden vor dem tödlichen Unfall - wurde die Skulptur freigegeben. Die Arbeitsinspektion (ITM) habe die Skulptur zuvor nicht in Augenschein genommen.

Besuchern war es erlaubt, auf der Eisskulptur Platz zu nehmen.
Besuchern war es erlaubt, auf der Eisskulptur Platz zu nehmen.
Foto: Gerry Huberty

Das Opfer sei ein 2 Jahre und 10 Monate alter Junge gewesen. Nachdem die 2,5 Meter hohe Skulptur auf den Jungen gefallen war, sei er noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben.

Am Montagabend fand in Luxemburg-Stadt ab 19 Uhr eine Gedenkzeremonie statt. Ab Dienstag seien die Weihnachtsmärkte in Luxemburg wieder geöffnet, so die Stadt Luxemburg.

Die Polizei ruft derweil Zeugen dazu auf, ihr sämtliches Video- und Fotomaterial vom Vorfall weiterzuleiten.  

Rückblick

Kurz nach 20 Uhr war am Sonntag eine schwere Eisskulptur an der Eisbahn am Weihnachtsmarkt umgestürzt. Dabei wurde ein Kleinkind von einem Eisblock getroffen und sehr schwer verletzt. Das Opfer erlag seinen schweren Verletzungen noch im Krankenwagen. Das bestätigte die Polizei kurz nach 23 Uhr.


Les intervenants d'Ice & Art sont des habitués de ce type de performance. Ils participent même à des compétitions de sculpture sur glace
«Techniquement, cela ne pouvait pas tomber»
Le sculpteur de l'œuvre de glace qui, en tombant, a causé la mort d'un jeune enfant dimanche sur le marché de Noël du Knuedler explique que seule une intervention humaine a pu causer le drame.

Wieso der schwere Block - er stellte die Fassade eines Holzchalets dar - umgefallen ist, müssen die Ermittlungen ergeben.  Im Interview mit dem französischsprachigen Internetportal von wort.lu hatte einer der Künstler von Ice & Art, die die Statue angefertigt hatten erklärt, nach seinem Ermessen sei es technisch unmöglich, dass der Eisblock ohne menschliches Zutun umgefallen sei. 

Wegen des Zwischenfalls hat die Stadt Luxemburg beschlossen, dass am Montag sämtliche Weihnachtsmärkte in der Oberstadt und am Bahnhofsviertel geschlossen bleiben.  

Der Schöffenrat der Stadt Luxemburg hat der Familie in einem Schreiben sein Beileid bekundet. Die Luxembourg City Tourist hat sich den Kondolenzwünschen angeschlossen und kündigte in einer Pressemitteilung mit, der Polizei bei ihren Ermittlungen vollends zur Verfügung zu stehen.

Der schwere Eisblock begrub das zweijährige Kind unter sich.
Der schwere Eisblock begrub das zweijährige Kind unter sich.
Foto: Anouk Antony



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