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Staatsbegräbnis: Fuhrpark unter strenger Kontrolle
Lokales 8 03.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Staatsbegräbnis: Fuhrpark unter strenger Kontrolle

Staatsbegräbnis: Fuhrpark unter strenger Kontrolle

Foto: Steve Remesch
Lokales 8 03.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Staatsbegräbnis: Fuhrpark unter strenger Kontrolle

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Sicherheit geht vor: Jeder Spalt und jeder Hohlraum der Fahrzeuge, die am Samstag beim Staatsbegräbnis eingesetzt werden, wurde am Freitag auf Sprengstoff und Waffen untersucht. Zudem wurde aber auch der technische Zustand der Wagen und die Fahrzeugpapiere kontrolliert.

Das Staatsbegräbnis am Samstag ist ein Ereignis von internationaler Bedeutung. Es werden viele hochrangige Gäste aus dem Ausland erwartet - darunter auch Personen, die aufgrund ihrer Stellung als gefährdet gelten. Die Herausforderungen gehen an diesem Tag aber auch weit über den Schutz der Persönlichkeiten hinaus. Es werden mehrere Tausend Trauergäste erwartet und deshalb werden seit Tagen keine Mühen gescheut, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. 

Teil des Sicherheitskonzeptes ist auch der Fuhrpark, der zum Einsatz kommt. Dazu gehören neben den üblichen Polizeifahrzeugen und Motorrädern auch jene Limousinen, mit denen die großherzogliche Familie und die Gäste gefahren werden.

Rund um das Polizeiatelier in Hamm war dann am Freitag auch ein regelrechtes Ballett dunkler Limousinen zu sehen. Die Fahrzeuge, die anstatt von Kennzeichen die großherzoglichen Farben trugen, wurden hier einer Sicherheitskontrolle unterzogen.

Diese wird sowohl von Technikern als auch von Spezialisten der Polizeispezialeinheit ausgeführt. Dabei werden zunächst die Fahrgestellnummer und die Fahrzeugpapiere überprüft. Es sollen schließlich nur jene Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die auch dafür vorgesehen sind - und jegliche Überraschungen ausgeschlossen werden.


Kontrolliert wird aber auch der technische Zustand der Limousinen und Minibusse. Der Fuhrpark muss in einwandfreiem Zustand sein. Die größeren Fahrzeuge, die von Luxemburger Busunternehmen zur Verfügung gestellt wurden, sind mit dem großherzoglichen Emblem verziert.

Dann übernehmen die Experten der Polizeispezialeinheit USP die Fahrzeuge. Jeder Spalt und jeder Hohlraum wird auf Sprengstoff und Waffen durchsucht. Die Beamten kennen die Eigenheiten aller eingesetzten Fahrzeugtypen und Anomalien fallen sofort auf.


Die 500-PS-starken gepanzerten Audi vom Typ A8 W12 trugen am Freitagvormittag noch Ingolstädter Kennzeichen.
Die 500-PS-starken gepanzerten Audi vom Typ A8 W12 trugen am Freitagvormittag noch Ingolstädter Kennzeichen.
Foto: Steve Remesch

Nach der Kontrolle werden die Fahrzeuge mit einem Prüfsiegel versehen und in einen gesicherten und überwachten Bereich gebracht. Fortan ist jeder Fahrer - es sind fast ausschließlich Polizisten - selbst für sein Fahrzeug verantwortlich.

Die Limousinen und Minibusse werden bei derartigen Ereignissen üblicherweise von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Die besonders auffälligen 500-PS-starken gepanzerten Audi vom Typ A8 W12 trugen am Freitagvormittag beispielsweise noch Ingolstädter Kennzeichen.

Auch die Busse, mit denen jene Trauergäste aus der Bevölkerung, die sich für die Trauerfeier angemeldet hatten, nach einer Sicherheitskontrolle im hauptstädtischen Theater am Samstagmorgen zur Kathedrale gefahren werden, werden einer solchen Kontrolle unterzogen.