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Staatsanwaltschaft : Spur von IS-Kämpfer führt nach Luxemburg
Lokales 08.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Staatsanwaltschaft : Spur von IS-Kämpfer führt nach Luxemburg

Ein luxemburgischer Server soll von einem IS-Kämpfer angezapft worden sein.

Staatsanwaltschaft : Spur von IS-Kämpfer führt nach Luxemburg

Ein luxemburgischer Server soll von einem IS-Kämpfer angezapft worden sein.
Foto: Reuters
Lokales 08.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Staatsanwaltschaft : Spur von IS-Kämpfer führt nach Luxemburg

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Ein ehemaliger IS-Kämpfer, der im Irak ein Anschlag verüben wollte, soll einen luxemburgischen Server benutzt haben, um zu kommunizieren.

(ml)- Indien ermittelt derzeit gegen einen ehemaligen IS-Kämpfer und greift dabei auf Unterstützung aus Luxemburg zurück, meldete vergangene Woche das indische Narichtenportal DNA. Im Fokus der Ermittler steht Areeb Majeed, der in den Irak geflogen war, um dort in Mossul ein Selbstmordattentat zu verüben. 2014 kehrte der Mann nach Indien zurück, nachdem seine Familie ihn dazu überredet hatte, der Dschiadistenmiliz Islamischer Staat (IS) den Rücken zu kehren.

Indien hat Luxemburg um ein internationales Rechtshilfeersuchen gebeten, bestätige eine Sprecherin der luxemburgischen Staatsanwaltschaft dem "Luxemburger Wort" gegenüber. Der Anfrage sei Folge geleistet worden, heißt es weiter. Nähere Einzelheiten waren nicht in Erfahrung zu bringen. In der Vergangenheit sei Luxemburg noch nie mit einem Antrag auf Rechtshilfe im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen IS konfrontiert gewesen, heißt es weiter. 

"Brenzlige Dokumente"

DNA zufolge haben die indischen Behörden das Auge auf einen Server in Luxemburg gerichtet. Das Nachrichtenportal beruft sich auf Insider des indischen Geheimdienstes. Demnach könnte der Server Inhalte über Gespräche enthalten, die Areeb Majeed in den sozialen Medien geführt hatte.

Dem Vernehmen nach hoffen die Ermittler auch Details über Reisen und Rechnungen  des ehemaligen IS-Kämpfers in Erfahrung zu bringen. Es sei zudem nicht auszuschließen, dass die Ermittler bei ihren Recherchen auf andere IS-Aktivisten stoßen, heißt es weiter. Ein Agent des indischen Geheimdienstes bezeichnete die Dokumente als "sehr brenzlig". Neben Luxemburg soll auch die Türkei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchen den indischen Behörden zur Seite gestanden haben.



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