Wählen Sie Ihre Nachrichten​

SREL-Prozess erneut verschoben
Lokales 19.11.2019

SREL-Prozess erneut verschoben

Noch steht nicht fest, wann der SREL-Prozess stattfinden wird.

SREL-Prozess erneut verschoben

Noch steht nicht fest, wann der SREL-Prozess stattfinden wird.
Foto: Guy Jallay
Lokales 19.11.2019

SREL-Prozess erneut verschoben

Der SREL-Prozess kann nicht wie eigentlich geplant am Dienstag beginnen, da Jean-Claude Juncker nach seiner Operation als Zeuge nicht zur Verfügung steht. Ein neues Datum steht noch aus.

(SH) - Eigentlich hätte am Dienstag der sogenannte SREL-Prozess vor dem Bezirksgericht Luxemburg beginnen sollen. Nachdem der ehemalige Staatsminister und somit politisch Verantwortliche für den Geheimdienst, Jean-Claude Juncker, aber in der vergangenen Woche wegen eines Aneurysmas operiert wurde, kann er nicht als Zeuge aussagen. Der Prozess musste verschoben werden.

Angeklagt sind die ehemaligen Mitarbeiter des Service de renseignement de l'Etat (SREL), Marco Mille, André Kemmer und Frank Schneider. Ihnen wird vorgeworfen, durch eine illegale Abhörmaßnahme gegen Datenschutzgesetze verstoßen sowie Persönlichkeitsrechte eines früheren Geheimdienstinformanten und Geschäftsmannes verletzt zu haben.


Jean-Claude Juncker wird seit Jahren von gesundheitlichen Problemen geplagt.
OP gut verlaufen: Juncker darf Intensivstation verlassen
Der Präsident der EU-Kommission ist erfolgreich wegen eines Aneurysmas operiert worden, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

Die SREL-Affäre kam 2012 ans Licht, nachdem bekannt wurde, dass der ehemalige Geheimdienstdirektor Marco Mille Anfang 2007 ein Gespräch mit dem damaligen Premierminister Jean-Claude Juncker illegal aufgezeichnet hatte. Dieser Lauschangriff ist zwar verjährt und hat demnach keine juristischen Folgen. Allerdings wurden daraufhin immer weitreichendere Dysfunktionen innerhalb des Geheimdienstes aufgedeckt. 2013 kam es zu einer Regierungskrise, die in Neuwahlen mündete.

Zweite Verschiebung

Ein neues Datum für den Prozess, der auf zwölf Tage angesetzt ist, steht noch nicht fest. Es soll allerdings nicht mehr in diesem Jahr zur Verhandlung kommen.


Fast drei Jahre sind vergangen, seit eine Leiche beim Fräiheetsbam in Strassen gefunden wurde. Nun soll es zu einem Prozess kommen.
Rentrée judiciaire: Brisante Prozesse stehen an
Zwei Monate lang war es in den Gerichtssälen ruhig. Von heute an werden mit der Rentrée judiciaire die Verhandlungen aber wieder aufgenommen.

Es ist unterdessen nicht das erste Mal, dass das Verfahren vertagt wurde. So war der Prozess bereits für November 2017 angesetzt worden. Damals war Juncker ebenfalls verhindert.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

SREL-Prozess beginnt im November
Der Prozess um illegale Abhörmaßnahmen durch den Geheimdienst soll am 19. November beginnen, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.
3.12.Erste / Une / SREL / Service de Renseignement , rte d`Esch Foto: Guy Jallay
SREL-Prozess Anfang 2019
Der Prozess gegen drei ehemalige Geheimdienstler, wegen einer illegalen Abhörmaßnahme gegenüber einem Informanten, soll nun Anfang 2019 stattfinden.
Acht Sitzungen sind angesetzt.
Terminschwierigkeiten: "Srel-Prozess" muss verschoben werden
Der Prozess gegen die ehemaligen Mitarbeiter des staatlichen Nachrichtendienstes Srel Marco Mille, André Kemmer und Frank Schneider muss verschoben werden, weil Jean-Claude Juncker, als Zeuge zitiert, unerwartete Terminprobleme hat. Marco Mille hat sich vor dem Verfahren zu Wort gemeldet.
Der ehemalige SREL-Chef Marco Mille bei seiner Aussage vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Juni 2013.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.