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SREL-Affäre: Mille, Kemmer und Schneider kommen vor Gericht
Lokales 13.07.2017 Aus unserem online-Archiv

SREL-Affäre: Mille, Kemmer und Schneider kommen vor Gericht

Der ehemalige Geheimdienstchef Marco Mille im Januar 2013 vor dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss in der Abgeordnetenkammer.

SREL-Affäre: Mille, Kemmer und Schneider kommen vor Gericht

Der ehemalige Geheimdienstchef Marco Mille im Januar 2013 vor dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss in der Abgeordnetenkammer.
Foto: Serge Waldbillig/LW-Archiv
Lokales 13.07.2017 Aus unserem online-Archiv

SREL-Affäre: Mille, Kemmer und Schneider kommen vor Gericht

Michel THIEL
Michel THIEL
Die drei ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter müssen im Rahmen der so genannten "SREL-Affäre" mit einem Strafprozess rechnen, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

(mth) - Die drei ehemaligen Mitarbeiter des luxemburgischen Geheimdiensts Marco Mille, André Kemmer und Frank Schneider, werden sich im Rahmen der sogenannten "SREL-Affäre" vor einem Strafgericht verantworten müssen. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Den drei früheren SREL-Mitarbeitern wird ein Verstoß gegen das Gesetz über den Datenschutz sowie den Schutz der Privatsphäre vorgeworfen. Laut Generalstaatsanwaltschaft gebe es in der Ermittlungsakte "ausreichend belastbare Anhaltspunkte", um eine Anklage vor Gericht zu rechtfertigen.

Dem früheren SREL-Chef Marco Mille sowie dem SREL-Mitarbeiter André Kemmer wird zusätzlich die unerlaubte Weitergabe des ominösen "Frisbee", also einer CD mit angeblich kompromittierendem Material, vorgeworfen.

Unterdessen könnte auch RTL Probleme wegen seiner rezenten Berichterstattung zur SREL-Affäre bekommen. In den vergangenen Wochen hatte der Sender immer wieder Teile des Ermittlungsdossiers veröffentlicht - eine strafbare Handlung, wie die Generalstaatsanwaltschaft in ihre Mitteilung unterstrich, da diese das Ermittlungsgeheimnis verletze.


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