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SREL-Affäre: Hausdurchsuchung im Wirtschaftsministerium
Lokales 30.01.2013 Aus unserem online-Archiv

SREL-Affäre: Hausdurchsuchung im Wirtschaftsministerium

SREL-Affäre: Hausdurchsuchung im Wirtschaftsministerium

Foto: Steve Remesch (Archiv)
Lokales 30.01.2013 Aus unserem online-Archiv

SREL-Affäre: Hausdurchsuchung im Wirtschaftsministerium

Am Dienstagnachmittag wurde im Rahmen der Geheimdienstaffäre eine Hausdurchsuchung  im Wirtschaftsministerium durchgeführt.

(thi) - Am Dienstagnachmittag wurde auf Anordnung des Untersuchungsrichters und im Rahmen der Geheimdienstaffäre eine Hausdurchsuchung im Wirtschafts- und Außenhandelsministerium durchgeführt.

Wirtschaftsminister Etienne Schneider bestätigte am Mittwochmorgen gegenüber RTL, dass die Ermittler einen früheren Mitarbeiter des SREL im Visier hatten. Der Mann arbeitet seit 2009 in einer sogenannten „Cellule de Recherche et d’Analyse“ im Wirtschaftsministerium. Die Abteilung soll unter anderem Informationen über Unternehmen „aus neuen Ländern“ sammeln, mit denen Luxemburger Betriebe zusammenarbeiten möchten. Diese Recherchen hätten aber nichts mit geheimdienstlichen Recherchen zu tun.

Anhörung mehrerer Zeugen

Auf parlamentarischer Ebene wurden bereits mehrere Zeugen von der Enquête-Kommission angehört. Letzte Woche hatte Premierminister Jean-Claude Juncker zu den illegalen Abhöraktionen ausgesagt. An diesem Freitag wird  Ehrenstaatsminister Jacques Santer befragt werden. 

Der Präsident der Enquête-Kommission und die Kriminalpolizei hatten letzte Woche das umstrittene Archiv des Geheimdienstes versiegeln lassen. Damit sind die Akten, die bis 2003 über Einzelpersonen und Organisationen angelegt wurden, dem Zugriff des SREL entzogen.