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Spürhund des Zolls bringt mutmaßliche Geldschmuggler vor Gericht
Lokales 2 Min. 18.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Spürhund des Zolls bringt mutmaßliche Geldschmuggler vor Gericht

Auch tierische Mitarbeiter müssen belohnt werden. Als Geldhund Cash 2018 in Rente geht, wird er von Finanzminister Pierre Gramegna (l.) und Zolldirektor Alain Bellot verabschiedet. Bereits 2017 hat ihm der Minister als Dank für den Fund einen Knochen überreicht.

Spürhund des Zolls bringt mutmaßliche Geldschmuggler vor Gericht

Auch tierische Mitarbeiter müssen belohnt werden. Als Geldhund Cash 2018 in Rente geht, wird er von Finanzminister Pierre Gramegna (l.) und Zolldirektor Alain Bellot verabschiedet. Bereits 2017 hat ihm der Minister als Dank für den Fund einen Knochen überreicht.
Foto: Zollverwaltung/LW-Archiv
Lokales 2 Min. 18.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Spürhund des Zolls bringt mutmaßliche Geldschmuggler vor Gericht

Der trainierten Nase eines Geldhunds ist es zu verdanken, dass sich zwei Männer, die unangemeldet eine Viertelmillion Euro bei sich führten, nun vor Gericht verantworten mussten.

(SH) - Als Cash am 28. Februar 2017 in einem Schnellzug von Paris nach Luxemburg bei einer Umhängetasche anschlägt, handelt es sich für den Geldhund des Zolls um einen normalen Arbeitsablauf. Denn das Tier ist ausgebildet, große Geldmengen zu erschnüffeln und hatte bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr in diesem Bereich auch regelmäßig Aufgriffe, wie seine Führerin bestätigt.

Auch als Cash wenig später einen verdächtigen Koffer ausmacht und in Richtung der rechten Hosentasche eines Mannes zieht, ist dem Hund nicht bewusst, dass er gerade einen großen Coup landet, der ihn bis über die Grenzen Luxemburgs hinaus in die Medien bringen wird. Tatsächlich hat der Hund an diesem Vormittag rund 286.000 Euro erschnuppert, obwohl ein Teil des Geldes in Keksverpackungen versteckt ist und sich ein weiterer Teil der Banknoten in Plastikumschlägen befindet, die mit Parfum besprüht sind. „Damit wurde seine Arbeit erschwert“, so die Hundeführerin.

Beträge nicht angemeldet

Der erfahrene Cash lässt sich von diesen Gerüchen aber nicht beeindrucken. Sein Fund macht nicht nur die Hälfte des Schwarzgeldes, das der Luxemburger Zoll in anderthalb Jahren finden konnte, aus. Cash hat zudem dafür gesorgt, dass sich jene beiden Männer, die die Tasche und den Koffer am 28. Februar 2017 im Zug bei sich trugen, nun vor Gericht verantworten mussten.

Das Gesetz zur Verhinderung der Geldwäsche und zur Bekämpfung von Terrorismus schreibt nämlich vor, dass Beträge von mehr als 10.000 Euro, die in Luxemburg ein- oder ausgeführt werden, ordnungsgemäß angemeldet werden müssen. Dies hatten die beiden Männer nicht getan – weder im Vorfeld, noch als Beamte der Zollverwaltung sie im Zug fragten, ob sie mehr als 10.000 Euro bei sich hätten.


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Wohl hatte einer der Beschuldigten zugegeben, dass sich knapp 50.000 Euro in der Umhängetasche befanden, den Betrag aus dem Koffer verschwieg er aber. Der zweite Angeklagte hatte seinerseits wiederholt geleugnet, mehr als den zugelassenen Betrag bei sich zu führen.

Erst später gaben die beiden Männer an, das Geld in Paris von Drittpersonen bekommen zu haben. Den genauen Betrag würden sie nicht kennen. Allerdings sollten sie das Geld nutzen, um in Luxemburg Luxuswagen zu kaufen und diese dann nach Algerien zu bringen.

Geldstrafen gefordert

Für den Vertreter der Staatsanwaltschaft haben die beiden Männer gegen das Gesetz verstoßen, da keiner der beiden den Zollbeamten den kompletten Betrag genannt hatte. Er forderte jeweils eine Geldstrafe von 10.000 Euro. Zudem solle das Geld, das den Beschuldigten nicht einmal gehört habe, beschlagnahmt werden.


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Denn trotz aller Bemühungen konnte die Polizei nicht herausfinden, woher das Geld stammte und wofür es tatsächlich dienen sollte. Dass mit dem Betrag Fahrzeuge für Männer, die 1929 geboren sind, gekauft werden sollten, glaubte der Vertreter der Staatsanwaltschaft nicht. Er sei sich nicht einmal sicher, ob es diese Personen überhaupt gebe.

Die Richter geben ihr Urteil am 9. Januar bekannt.

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