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Springprozession jetzt ein Stück des Weltkulturerbes der Unesco
Die Springprozession hat nichts von ihrer Attraktivität eingebüsst - und dürfte nun am Pfingtsdienstag noch mehr Teilnehmer nach Echternach locken.

Springprozession jetzt ein Stück des Weltkulturerbes der Unesco

Gerry Huberty
Die Springprozession hat nichts von ihrer Attraktivität eingebüsst - und dürfte nun am Pfingtsdienstag noch mehr Teilnehmer nach Echternach locken.
Lokales 15.03.2012

Springprozession jetzt ein Stück des Weltkulturerbes der Unesco

Die Echternacher Springprozession gehört seit diesem Dienstag zum so genannten „immateriellen Weltkulturerbe“ der Unesco. Diesen Entschluss fasste die Unesco bei einer Konferenz in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

(FeMo) – In der kenianischen Hauptstadt Nairobi traf eine Unesco-Konferenz an diesem Dienstag eine für Luxemburg wichtige Entscheidung. Die Echternacher Springprozession gehört nun zum so genannten „immateriellen Weltkulturerbe“ der Unesco.

Noch bis zum Freitag beraten die Experten der Unesco in Nairobi über zahlreiche Anträge – darunter sind neben der Springprozession auch die Mittelmeerküche und die Peking-Oper.

Erfolg im zweiten Anlauf

Aus Luxemburger Sicht war der zweite Versuch demnach der richtige. Im vergangenen Jahr hatte sich Luxemburg bereits einmal mit der Springprozession beworben.

Wegen eines Missverständnisses im Dossier hatte das Kulturministerium damals die Bewerbung aber im letzten Augenblick zurückgezogen. Mit diesem Schritt eröffnete sich die Behörde die Möglichkeit, sich in diesem Jahr erneut mit der Springprozession zu bewerben.

Mehr Bekanntheit, mehr Teilnehmer

Pierre Kauthen, der Vorsitzende des Willibrordus-Vereins, geht davon aus, dass der Bekanntheitsgrad der Springprozession durch die jetzt erfolgte Anerkennung durch die Unesco noch weiter zunehmen und gleichzeitig die Zahl der Teilnehmer ansteigen wird.

Die Aufnahme ins Weltkulturerbe stelle Organisatoren und Teilnehmer aber auch „vor eine große Verantwortung“ und sei eine Verpflichtung. „Es gilt vor allem die Eigenart und den religiösen Grundcharakter dieser Tradition und Ausdrucksform einer echten Volksfrömmigkeit zu wahren und zu schützen,“ schrieb Kauthen Anfang November in einem Beitrag für das Luxemburger Wort.

Während der Konferenz in Nairobi nahm die Unesco auch noch zahlreiche andere Traditionen in ihr Erbe auf: unter anderem die chinesische Dschunkenbautechnik, der Ojikanje-Gesang aus Kroatien und die Tradition des Meschrep bei einer Minderheit der Uiguren in China.

In seiner Ausgabe vom Mittwoch veröffentlicht das Luxemburger Wort einen ausführlichen Bericht über die Unesco-Entscheidung und ein Interview mit Luxemburgs Mann bei der Unesco, Jean-Pierre Kraemer.