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Springprozession in Echternach: Glaubensbekenntnis bei Regen
Lokales 22 06.06.2017

Springprozession in Echternach: Glaubensbekenntnis bei Regen

Nach der Messe in der Krypta betraten die Geistlichen den Binnenhof der Abtei, wo die Gläubigen sich bereits versammelt hatten.

Springprozession in Echternach: Glaubensbekenntnis bei Regen

Nach der Messe in der Krypta betraten die Geistlichen den Binnenhof der Abtei, wo die Gläubigen sich bereits versammelt hatten.
Pierre Matgé
Lokales 22 06.06.2017

Springprozession in Echternach: Glaubensbekenntnis bei Regen

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
Der Pfingstdienstag steht in Echternach traditionsgemäß im Zeichen der Springprozession. Bei kühlen Temperaturen und anhaltendem Regen nahmen knapp über 8.000 Pilger an der diesjährigen Wallfahrt teil.

(asc) - Der Pfingstdienstag steht in Echternach traditionsgemäß ganz im Zeichen der Springprozession. Bei kühlen Temperaturen und anhaltendem Regen waren bereits am frühen Morgen mit nur knapp über 8.000 Gläubigen weniger Menschen in die Abteistadt gekommen, um zum Grab des heiligen Willibrord in der Krypta zu pilgern.

Schon im Morgengrauen waren unter anderem die Teilnehmer der Route-Echternach-Sternwallfahrt, Gläubige der Pfarrgemeinschaft Schweich und aus Großprüm und Waxweiler eingetroffen. Ab sieben Uhr nahmen sie an Messen in der Basilika teil. Anschließend versammelten sich die Gläubigen nach und nach im Abteihof.

Im Beisein von Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, Mgr. Augustine Kasujja, Apostolischer Nuntius in Luxemburg, den Bischöfen u.a. von Roermond und Rotterdam sowie seinem Vorgänger Erzbischof Fernand Franck richtete Erzbischof Jean-Claude Hollerich sich an die Gläubigen: "Springt mit voller Kraft, mit voller Energie für die Erneuerung der Kirche".

Pünktlich gegen 9.30 Uhr setzte sich die vom Willibrordus-Bauverein organisierte Prozession in Bewegung. Unter den Tausenden Pilgern befanden sich auch eine Delegation aus Carlow in Irland, dem Heimatland Willibrords, sowie traditionell auch zahlreiche Gläubige aus den Regionen Grossprüm und Waxweiler sowie anderer Pfarreien aus Deutschland und den Niederlanden.

Gegen 10 Uhr trafen die ersten Gruppen von Betern in der Basilika ein, zwanzig Minuten später trugen Mitglieder der Echternacher Feuerwehr die vergoldete Statue des Heiligen in das Gotteshaus.

Nachdem es am Morgen die meiste Zeit geregnet hatte, verzogen sich gegen 11.30 Uhr die Wolken, so dass die Gläubigen den Rest des Pilgerweges bei strahlendem Sonnenschein zurücklegen konnten. Wegen der ungünstigen Witterungsbedingungen säumten denn auch viel weniger Zuschauer die Strecke, um die Prozession mitzuverfolgen.

Kurz nach 12.30 Uhr trafen die letzten Gruppen in der Basilika ein. Dort fand um 13 Uhr die Abschlussandacht statt.

Kurz nach dem Tod Willibrords finden die ersten Wallfahrten zum Grab des Benediktinermönchs statt. Die erstbekannten Erwähnungen der Springprozession datieren aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Am 16. November 2010 wurde die Echternacher Springprozession von der Unesco in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschenheit aufgenommen.


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