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Springprozession Echternach: Glaubensbekenntnis bei herrlichem Sonnenschein
Lokales 22 1 17.05.2016

Springprozession Echternach: Glaubensbekenntnis bei herrlichem Sonnenschein

Unter den Klängen der Willibrordus-Melodie zogen die Pilger durch die Straßen von Echternach.

Springprozession Echternach: Glaubensbekenntnis bei herrlichem Sonnenschein

Unter den Klängen der Willibrordus-Melodie zogen die Pilger durch die Straßen von Echternach.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 22 1 17.05.2016

Springprozession Echternach: Glaubensbekenntnis bei herrlichem Sonnenschein

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
Bei herrlichem Frühlingswetter nahmen über 9.000 Gläubige am Pfingstdienstag an der Echternacher Springprozession teil.

Der Pfingstdienstag steht in Echternach traditionsgemäß ganz im Zeichen der Springprozession. Bei etwas kühlen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein waren bereits am frühen Morgen über 9.000 Pilger zur diesjährigen Wallfahrt in die Abteistadt gekommen.

Schon im Morgengrauen waren unter anderem die Teilnehmer der Route-Echternach-Sternwallfahrt, Gläubige der Pfarrgemeinschaft Schweich und aus Großprüm und Waxweiler eingetroffen. Ab sieben Uhr nahmen sie an Messen in der Basilika teil. Anschließend versammelten sich die Gläubigen nach und nach im Abteihof.

Erzbischof Hollerich: "Das Bild einer lebendigen Kirche"

Um 9.15 Uhr wurden sie dort von Erzbischof Jean-Claude Hollerich, im Beisein des Apostolischen Nuntius Giacinto Berloco und des Erzbischofs von Utrecht, Kardinal Willem Jacobus Eik, sowie vieler Glaubensbrüder begrüßt. Der heilige Willibrord könne das mit dem Wetter, meinte das Oberhaupt der katholischen Kirche in Luxemburg, in Anspielung auf den herrlichen Sonnenschein.

Unter den Pilgern befand sich auch eine Gruppe iranischer Asylbewerber, die in diesem Jahr erstmals an der Prozession teilnahmen. In Zeiten, in denen die katholische Kirche viele Gegner hat, zeigten die Pilger bei der Springprozession das Bild einer lebendigen Kirche, so Jean-Claude Hollerich.

Pünktlich um 9.30 Uhr setzten sich die ersten Pilgergruppen unter den Klängen der bekannten Willibrordus-Melodie in Bewegung und verließen wenig später den Abteihof in Richtung Rue du Pont. Angeführt von der Polizei, der Echternacher Feuerwehr und den Echternacher Messdienern zogen sie durch die Straßen des Sauerortes. Nach einer halben Stunden trafen die ersten der 41 Pilgergruppen in der Basilika ein, gefolgt gegen 13 Uhr von den letzten Gruppen.

Die Sprinzprozession wird jedes Jahr vom Echternacher Willibrordus-Bauverein zu Ehren des heiligen Willibrords veranstaltet. Seit dem 16. November 2010 ist die Springprozession auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschen vermerkt.

Der angelsächsische Benediktinermönch Willibrord kam als Missionar nach Echternach, wo er um 700 n.Chr. auf einem Grundstück der Trierer Äbtissin Irmina die Abtei Echternach gründete. Nach seinem Tod am 7. November 739 wurde er auf eigenen Wunsch im Chorraum seiner Klosterkirche beigesetzt; heute befindet sich das Grab Willibrords in der Krypta der Echternacher Basilika.








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