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Springbreak: Frühlingsgefühle in der Luxexpo
Lokales 34 3 Min. 14.03.2019

Springbreak: Frühlingsgefühle in der Luxexpo

Die Springbreak ist eröffnet.

Springbreak: Frühlingsgefühle in der Luxexpo

Die Springbreak ist eröffnet.
Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Lokales 34 3 Min. 14.03.2019

Springbreak: Frühlingsgefühle in der Luxexpo

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
Spiele, Shops und allerlei Leckereien: Noch bis Sonntag lockt die Nachfolgerin der Fréijoersfoire in die Ausstellungshallen in Kirchberg. Ein Rundgang zeigt: Vieles ist anders - und doch irgendwie vertraut.

Zugegeben, der Name verwirrt ein wenig, lässt einen die Bezeichnung „Springbreak“ doch in erster Linie an die gleichnamigen, feuchtfröhlichen Semesterferienreisen von US-Studenten denken. Doch auch im Großherzogtum gibt es seit 2017 eine Springbreak, dies in der Luxexpo The Box, sprich den Ausstellungshallen in Kirchberg. Am Donnerstag wurde die Neuauflage der Fréijoersfoire offiziell eröffnet, bis Sonntagabend wird mit Tausenden Besuchern gerechnet. Doch was erwartet sie? Das „Luxemburger Wort“ hat sich umgeschaut.

Ein Dorf mit 25 Foodtrucks

Beim Betreten der Halle kann der Gast erst mal aufatmen. Von Studentenparty keine Spur, dafür zieht eine markante Holzkonstruktion im Eingangsbereich die Blicke auf sich. Sie dürfte als Hinweis auf das diesjährige Schwerpunktthema zu verstehen sein: Nachhaltigkeit. Direkt dahinter geht es los: links eine große Gaming-Ecke, rechts ein Stand mit Biokäse, dazwischen Wein und Beautyprodukte. Willkommen auf der Springbreak.


Der Ausflug auf die "Foire" war seit jeher ein Muss: Besuch auf der Frühjahrsmesse anno 1983.
Fréijoersfoire: Rückblick auf eine Kultmesse
Wenn am Donnerstag in der Luxexpo The Box die Springbreak beginnt, dürfte dies bei so manch einem Erinnerungen wecken - und zwar an die gute alte Foire.

Zwischen den Ständen schlendern Isabelle und Jeannine umher. Ein Besuch auf der Foire zu Frühlingsbeginn ist für die beiden seit vielen Jahren ein Muss. Das neue Konzept gefällt den beiden gut. „Es hat mit der Fréijoersfoire nicht mehr viel gemein. Die Aufteilung ist ganz anders, es ist moderner. Besonders gut gefallen uns die Foodtrucks. Es war an der Zeit, frischen Wind reinzubringen!“ Da sind sich die beiden einig.

Das Food Village – fast riskiert man, es zu verpassen. Wer die Springbreak durch den Nordeingang betritt, muss zunächst die vorderen Hallen durchqueren, bis er, ganz hinten, das Urban Food Village erreicht.

Dabei handelt es sich bei diesem Bereich zweifelsfrei um das Highlight der Messe. 25 Foodtrucks bieten Köstlichkeiten von allen Teilen des Globus an, ein Angebot, das in der Mittagspause am Donnerstag schon so manch einen hungrigen Besucher angelockt hat. So auch Premierminister Xavier Bettel. Ebenfalls in diesem Bereich: die große Bühne, auf der bis Sonntag diverse Showacts auftreten.

Auch Großherzog Henri hat sich bereits umgesehen:

Die Sache mit den Standgebühren

Die Standbetreiber sind am Eröffnungstag guter Dinge. „Es ist eine tolle Messe, ich bin immer sehr zufrieden. Dass sie auf nur mehr vier Tage komprimiert wurde, stellt für uns kein Problem dar“, findet Frank Drautzburg, der an seinem Stand die „Lëtzebuerger Liesmapp“ vertreibt. Das neue Konzept sei „der heutigen Zeit angemessen“, findet er.

Einige Stände weiter verleiht Georges Kieffer, Gründer der Initiative Benu, seinem Stand den letzten Schliff. „Wir kommen her, weil der Schwerpunkt auf der Nachhaltigkeit liegt“, stellt er klar. Bei Benu gibt es Kleidung aus recycelten Stoffen, hergestellt im eigenen Atelier. Aber auch Sitzgelegenheiten, damit sich die Besucher austauschen. Zur Teilnahme habe er sich übrigens erst entschlossen, als der Veranstalter ihm zugesichert habe, dass vorwiegend wiederverwertbares Geschirr verwendet wird, unterstreicht Kieffer. Und tatsächlich: Wer im Food Village ein Bier bestellt, erhält es im Mehrwegbecher.

Eine Ecke weiter befindet sich der Naturwelten-Stand von Lucien Reger. „Die Frühjahrsmesse habe ich sehr oft mitgemacht, bestimmt 15 Mal“, sagt er rückblickend. Doch dann war irgendwann Schluss. „Es hat sich nicht mehr gelohnt“, sagt er mit Verweis auf die laut ihm damals äußerst hohen Standgebühren. „Jetzt ist die Preispolitik wieder vernünftiger.“ Zudem gefällt ihm das neue Konzept. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es aufgeht.“

Die Mischung ist geblieben

Rund 130 Aussteller sind gemäß Messeplan bei der nunmehr dritten Ausgabe der Springbreak dabei. Darunter viele Nahrungsmittel- und Getränkehändler, nicht aber die Luxemburger Privatwinzer, die seit 2017 stattdessen ihre eigene Messe organisieren. Trotzdem sind diverse Weinhändler, überwiegend aus den Nachbarländern, vertreten.

Wie seit jeher findet sich auf der Messe ferner allerlei Zubehör fürs Haus, diverse Institutionen und Organisationen stellen sich vor, es gibt ein Mobility Village und Showcooking-Events. Auch die regionalen Tourismusämter sowie lokale Produzenten sind mit dabei. Kurzum: Die Mischung ist geblieben. Die gute alte Fréijoersfoire hat eben doch ihre Spuren hinterlassen.


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