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Sperrung der „Nordstrooss“: Kaum offen, schon wieder geschlossen
Lokales 15.10.2015 Aus unserem online-Archiv

Sperrung der „Nordstrooss“: Kaum offen, schon wieder geschlossen

Über 150.000 Elemente findet man insgesamt in den Tunneln Grouft und Stafelter.

Sperrung der „Nordstrooss“: Kaum offen, schon wieder geschlossen

Über 150.000 Elemente findet man insgesamt in den Tunneln Grouft und Stafelter.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 15.10.2015 Aus unserem online-Archiv

Sperrung der „Nordstrooss“: Kaum offen, schon wieder geschlossen

Ab Freitag 20.00 Uhr und bis Montagmorgen 6.00 Uhr schließt der erst am 23. September geöffnete Teilabschnitt der A7. Das ist ärgerlich – aber nötig, da Anpassungen an der Tunnelapparatur vorgenommen werden müssen.

(kw) - Obwohl der letzte Abschnitt der Nordstrooss erst seit wenigen Wochen für den Verkehr geöffnet ist, wird dieser Streckenteil ab Freitagabend 20.00 Uhr bis Montagmorgen 6.00 Uhr -nicht befahrbar sein. Ein Ärgernis für viele Autofahrer, die sich fragen, weshalb die Autobahn so früh wieder gesperrt wird. Die offizielle Begründung lautet „Parametrisierungs- und Optimierungsarbeiten an der elektromechanischen Einrichtung“ an den Tunnels Stafelter und Grouft. 

Laut Paul Mangen von der Brücken- und Straßenbauverwaltung müsse die gesamte technische Einrichtung an den Straßenverkehr angepasst werden. Die Apparatur wurde nämlich vor der Eröffnung der beiden Tunnel nur auf Basis von Studien eingestellt. Nach drei Wochen habe man aber nun genügend Informationen über den Verkehr auf der A7 gesammelt. Aus diesem Grund wird die Straßenbauverwaltung unter anderem die Elektronik neu kalibrieren. 

Regelmäßige Kontrollen sind nötig 

„Ein Tunnel ist nicht vergleichbar mit einer Waschmaschine,“ erklärt Mangen, „kauft man sich eine, stellt man sie hin, testet sie einmal und sie läuft. Bei einem Tunnel müssen aber alle einzelnen Komponenten regelmäßig kontrolliert und gewartet werden.“ 

Als Beispiel nennt Mangen eine Sicherheitstür, die sich durch die Windstöße des Verkehrs geöffnet hat. Hier besserte man bereits nach. Nun folgen einige der restlichen 150.000 Elemente, die sich im Stafelter und Grouft finden lassen. Auch diese müssen an die Belastungen des Verkehrs angepasst werden. 

Die gleiche Intervention würde auch im November anhand von Daten eines längeren Zeitraums folgen. Zusätzlich wird es jährlich zwei Wartungsarbeiten geben. Diese Instandhaltungen dienen unter anderem dazu, präventive Arbeit zu leisten und beispielsweise einzelne Komponenten auszutauschen, bevor diese ihr „Lebensende erreichen“. Währenddessen profitiere man davon, den Tunnel zu reinigen: „Wir wollen ja, dass es hell bleibt.“ 

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