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Spendenaufruf nach Unwetterkatastrophe: Was geschieht mit den Geldern?
Lokales 31.07.2016

Spendenaufruf nach Unwetterkatastrophe: Was geschieht mit den Geldern?

Schnell und unbürokratisch wollen Caritas und Rotes Kreuz den geschädigten Menschen helfen.

Spendenaufruf nach Unwetterkatastrophe: Was geschieht mit den Geldern?

Schnell und unbürokratisch wollen Caritas und Rotes Kreuz den geschädigten Menschen helfen.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 31.07.2016

Spendenaufruf nach Unwetterkatastrophe: Was geschieht mit den Geldern?

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Caritas und das Rote Kreuz greifen - dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung - den Opfern der Unwetter vom Freitag 22. Juli im Ernztal mit gezielter Hilfe unter die Arme. Wie sieht die Hilfe konkret aus?

Nicht weniger als 140 000 Euro haben hilfsbereite Bürger nach den Unwettern im Ernztal spontan auf die Spendenkonten von Caritas und Rotem Kreuz überwiesen. Die Hilfsorganisationen danken für diese Solidarität und bieten den geschädigten Bürgern dank der gesammelten Mittel folgende konkrete Hilfen an.

  • Zinsfreie Darlehen über eine Dauer von maximal zwölf Monaten und bis zu einem Maximalbetrag von 10 000 Euro, um Wohnungen instand zu setzen oder zum notwendigem Hausrat neu zu erwerben.
  • Zusätzliche freie Plätze in den Ferienkolonien der beiden Organisationen.
  • Rückerstattung von etwaigen Stornierungsgebühren, sollten Flutopfer aufgrund der Überschwemmungen Ferienreisen nicht antreten können.
  • Finanzielle Hilfe beim Ausarbeiten von Schadensexpertisen.
  • Notsubsidien von bis zu 500 Euro bei dringend benötigten Anschaffungen.
  • Personen, die all ihr Hab und Gut verloren haben, können sich Kleidungsstücke im "Centre national de Collecte et de Tri" unter der Adresse 6, rue François Hogenberg in Luxemburg abholen.

Um in den Genuss der verschiedenen Hilfen zu kommen, müssen Betroffene zuerst den eigens ausgearbeiteten Antrag des Familienministeriums ausfüllen. Dieser dient als Grundlage zu Bewertung, ob ein Haushalt Hilfeleistungen in Anspruch nehmen kann. Beide Vereinigungen stehen den Opfern per Helpline (2755 oder 402 1311) beim Ausfüllen des Formulars mit Rat und Tat zur Seite. Dazu arbeiten sie eng mit den regionalen Sozialämtern zusammen.

Caritas und das Rote Kreuz haben nach der Ankündigung der Regierung, 30 Millionen Euro für die Flutopfer bereit zu stellen, den Spendenaufruf eingestellt.

Die beiden Organisationen engagieren sich - sollten die 140.000 Euro nicht gänzlich an die Flutopfer verteilt werden - die restlichen Gelder aus dem Spendenaufruf im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe zu verteilen. Man kann sich beispielsweise eine Unterstützung der implizierten Rettungsdienste vorstellen.


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