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Spatenstich für Sebes-Projekt in Eschdorf: Neues Wasser braucht das Land
Lokales 2 Min. 16.05.2017

Spatenstich für Sebes-Projekt in Eschdorf: Neues Wasser braucht das Land

Die neue Wasser-Aufbereitungsanlage der Sebes wird 2020 in Betrieb gehen.

Spatenstich für Sebes-Projekt in Eschdorf: Neues Wasser braucht das Land

Die neue Wasser-Aufbereitungsanlage der Sebes wird 2020 in Betrieb gehen.
Lokales 2 Min. 16.05.2017

Spatenstich für Sebes-Projekt in Eschdorf: Neues Wasser braucht das Land

Nico MULLER
Nico MULLER
2011 hatte sich der Trinkwasser-Aufbereiter Sebes dazu entschlossen, eine leistungsfähigere Produktionsanlage zu bauen. Heute erfolgt der Spatenstich auf dem neuen Standort in Eschdorf.

(NiM) - Die anhaltende ökonomische und demografische Entwicklung des Landes führte im vergangenen Jahrzehnt dazu, dass der Wasserverbrauch jährlich im Durchschnitt mit 0,94 Prozent steigt. Deshalb hatte das „Syndicat des eaux du barrage d'Esch-sur-Sûre“ (Sebes) vor sechs Jahren die Entscheidung getroffen, eine neue, leistungsfähigere Aufbereitungsanlage zu errichten, um drohenden Versorgungsengpässen in Sachen Trinkwasser in Zukunft vorzubeugen.

Heute erfolgt der offizielle Spatenstich für das Großprojekt, das 166 Mio. Euro (ohne Mehrwertsteuer) verschlingen wird. Die erste von zwei Produktionsstraßen soll 2020 in Betrieb gehen. Ganz abgeschlossen sein werden die Arbeiten dann zwei Jahre später.

Vor kurzem haben die Erdarbeiten auf dem Standort in Eschdorf begonnen
Vor kurzem haben die Erdarbeiten auf dem Standort in Eschdorf begonnen
Foto: Nico Muller

Während in Esch/Sauer derzeit maximal 72 000 Kubikmeter Trinkwasser am Tag aufbereitet werden können – die Aufbereitung von Stauseewasser in Trinkwasser dauert übrigens rund zehn Stunden –, wird die neue Produktionsstätte in Eschdorf in der Lage sein, 110 000 Kubikmeter zu liefern.

In Eschdorf wird nicht nur die Produktions-Kapazität merklich erhöht, auch wird sich die Produktionstechnik weiter verbessern. In Pilotversuchen wurden während Jahren mehrere Filtertechniken getestet, und auf der Suche nach der besten Membranfiltration ist man sogar bis nach Japan gereist.

Zwei vier Kilometer lange Steigleitungen

Um eine möglichst hohe Versorgungssicherheit zu garantieren, werden gleich zwei knapp vier Kilometer lange Steigleitungen vom Stausee bis hinauf nach Eschdorf gebaut. Dort wird parallel zu den Arbeiten an der neuen Anlage auch die Kapazität des Wasserbehälters von aktuell 35 000 auf 50 000 Kubikmeter erhöht.

Eine ökonomische Studie hatte ergeben, dass es langfristig gesehen wirtschaftlich sinnvoller sei, einen Neubau dem Ausbau beziehungsweise der Modernisierung des jetzigen Standorts in Esch/Sauer, der übrigens seit 1969 in Betrieb ist, vorzuziehen.

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage wird neben dem Wasserbehälter (im Hintergrund) von Eschdorf errichtet.
Die Trinkwasseraufbereitungsanlage wird neben dem Wasserbehälter (im Hintergrund) von Eschdorf errichtet.
Foto: Nico Muller

Die Entscheidung, den Neubau unmittelbar neben dem Wasserbehälter in Eschdorf zu errichten, war schnell getroffen, da es aus Platzgründen kaum eine andere echte Alternative gibt. Dieser Standort liegt denn auch verkehrstechnisch ideal.

Der Neubau hat denn auch nicht nur wirtschaftliche, sondern ebenfalls logistische Vorteile. Neubau mit wirtschaftlichen
und logistischen Vorteilen Denn den Ausbau und die Modernisierungen der alten Anlage zu realisieren und gleichzeitig die Trinkwasseraufbereitung ununterbrochen zu gewährleisten, wäre keine einfache logistische Übung gewesen. Außerdem hätte ein Ausbau eine „Lebensdauer“ von lediglich rund 32 Jahren gehabt, während diejenige für den Neubau mit 36 Jahren angegeben wird.

Die Gebäude am aktuellen Standort werden abgerissen, wenn Eschdorf die Produktion übernommen hat. Damit wird dort wieder Platz sein für einen weiteren Neubau, wenn die Anlage in Eschdorf ausgedient hat.

Die neue Produktionsstätte, in unmittelbarer Nähe zum Fußballfeld, liegt auch verkehrstechnisch ideal.
Die neue Produktionsstätte, in unmittelbarer Nähe zum Fußballfeld, liegt auch verkehrstechnisch ideal.
Foto: Nico Muller



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