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Soziale Wohnungsvermittlung in Eigenregie
Lokales 09.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Kanton Redingen

Soziale Wohnungsvermittlung in Eigenregie

Eine angemessene Wohnung gibt sozialen Halt: Die zehn Gemeinden des Kantons Redingen starten ein Hilfsprojekt, bei dem leerstehende Wohnungen zu fairen Mietpreisen an Menschen in Not vermittelt werden.
Kanton Redingen

Soziale Wohnungsvermittlung in Eigenregie

Eine angemessene Wohnung gibt sozialen Halt: Die zehn Gemeinden des Kantons Redingen starten ein Hilfsprojekt, bei dem leerstehende Wohnungen zu fairen Mietpreisen an Menschen in Not vermittelt werden.
Foto: Shutterstock
Lokales 09.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Kanton Redingen

Soziale Wohnungsvermittlung in Eigenregie

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Seit 2009 erhalten Not leidende Menschen Unterstützung von der Agence immobilière sociale bei der Wohnungsvermittlung. Ein ähnliches Hilfsprojekt haben die Gemeindeväter des Kantons Redingen nun auf lokaler Ebene entwickelt.

(BB) - Geschätzte 10.000 bis 20.000 Wohnungen bleiben in Luxemburg ungenutzt. Dabei sei nicht unbedingt Spekulation im Spiel, sagen soziale Träger. Oft würden die Wohnungsbesitzer zeitaufreibende Vorgänge meiden wollen, und so stünden die Wohnungen leer.

Das Wohnungsbauministerium wirbt zurzeit für die „gestion sociale locative“, bei der sich soziale Träger um die Vermittlung, den Mietvertrag und die Instandhaltung kümmern. Der bekannteste Akteur ist die Agence immobilière sociale. Die Agentur baut Brücken zwischen Menschen, die Notsituationen erleiden und kaum auf dem traditionellen Wohnungsmarkt mithalten können, und Wohnungsbesitzern, die sich nicht selbst um eine Vermietung kümmern wollen.

"Haus Care" - eine lokale Hilfsstelle

Eine ähnliche Unterstützung wollen nun politische Verantwortliche und soziale Akteure aus dem Kanton Redingen auf lokaler Ebene anbieten. Gemeindeväter haben sich mit "Haus Care" für eine eigene Initiative ausgesprochen.

„Wir sind im Kanton bereits stark sozial engagiert und wollten kurze Wege vorziehen“, erklärte Thierry Lagoda, Bürgermeister aus Beckerich, am Donnerstag. Er geht davon aus, dass ein bis zwei Prozent der 6 500 Haushalte des Kantons leer stehen. Rund 80 Wohnungen könnten also theoretisch vermittelt werden.

In den kommenden Monaten wolle man entsprechenden Wohnraum mit Visiten in der Region erfassen und das Gespräch mit den Vermietern suchen, so auch Gérard Anzia, Schöffe in Useldingen und Abgeordneter von Déi Gréng.

Neben einer sozialen Beratung sollen die Empfänger energetische Ratschläge erhalten, um nachhaltig die Ausgaben einer Familie zu schonen. Für die soziale Begleitung greifen die Projektverantwortlichen auf die Expertise der Sozialämter zurück. Was allerdings die Instandhaltung des Wohnungsbestands betrifft, so ist vorgesehen, private Unternehmen aus der Region einzubinden.

Zuschüsse vom Wohnungsbauministerium

Inwiefern das Hilfsprojekt mehr Kosten als erwartet nach sich ziehen könnte, ist noch unklar. Die AIS, die auf nationaler Ebene tätig ist, beschäftigt für ihren Teil ein eigenes Team an Handwerkern.

Das Hilfsprojekt im Kanton Redingen wird vom Wohnungsbauministerium bezuschusst. Im Jahr 2016 unterstützte das Ministerium die Vermittlung von 316 Wohnungen. Die dafür eingesetzten öffentlichen Mittel beliefen sich auf 461.000 Euro, und das für sieben Träger.







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