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Sommerzeit: Wer hat an der Uhr gedreht?
Lokales 2 Min. 25.03.2017 Aus unserem online-Archiv
An diesem Wochenende

Sommerzeit: Wer hat an der Uhr gedreht?

Die Umstellung zur Sommerzeit dieses Wochenende bedeutet für alle eine Stunde weniger Schlaf. Besonders Langschläfer dürften sich darüber ärgern.
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Sommerzeit: Wer hat an der Uhr gedreht?

Die Umstellung zur Sommerzeit dieses Wochenende bedeutet für alle eine Stunde weniger Schlaf. Besonders Langschläfer dürften sich darüber ärgern.
Lex Kleren
Lokales 2 Min. 25.03.2017 Aus unserem online-Archiv
An diesem Wochenende

Sommerzeit: Wer hat an der Uhr gedreht?

Ist es wirklich schon so spät? Die Tage werden länger, die Nächte werden kürzer und die Temperaturen steigen. Ja, der Sommer naht.

(chr) - Am Sonntag heißt es für alle: eine Stunde weniger schlafen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt. Konkret heißt das, dass um 2 Uhr die Zeitmesser auf 3 Uhr vorgestellt werden müssen.

Und damit beginnt wieder die Herausforderung, alle Uhren und Geräte mit Zeitanzeigen im Haus umzustellen und dabei nicht den Überblick über die richtige Uhrzeit zu verlieren. Praktisch in solchen Fällen sind Geräte bzw. Uhren, die mit Funk oder Internet verbunden sind. Smartphones oder Funkwecker stellen die Zeit nämlich automatisch um.

Keine Uhr bleibt dabei verschont. Allerdings müssen leicht vergessene oder schwer umstellbare Uhren erfahrungsgemäß länger auf ihre Zeitumstellung warten. Betroffen sind vor allem die Uhr im Auto, am Küchenherd, am Thermometer oder die nicht oft getragenen Armbanduhren. In den ersten Tagen herrscht deshalb immer leichte Verwirrung, welche Zeit die richtige ist und welche nicht. Die meisten Menschen brauchen in der Regel zwei bis drei Tage, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Doch bei manchen Zeitgenossen kann dies auch einige Wochen dauern.

Auf den Spuren der Zeitumstellung

Die Sommerzeit fand ihre erste Unterstützung durch Benjamin Franklin, einen der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika. Dieser setzte sich bereits 1748 für eine Umstellung ein. In Europa fasste die Idee erst Anfang des 20. Jahrhunderts Fuß. Die Deutschen sowie die österreichisch-ungarische Monarchie führten die Sommerzeit während des Ersten Weltkrieges anno 1916 ein. Sie versprachen sich dadurch Energieeinsparungen. Frankreich und Großbritannien folgten diesem Beispiel.

In den folgenden Jahren wurde die Sommerzeit regelmäßig abgeschafft und wieder eingeführt. Nach der Ölkrise 1977 erfolgte in den meisten Ländern in Europa eine einheitliche Umstellung der Zeit, so auch das erste Mal in Luxemburg.

Erst 1996 wurde die Zeitumstellung in der gesamten Europäischen Union eingeführt. Seitdem werden jeden Frühling die Uhren vor- und in jedem Herbst wieder zurückgestellt.

Auch in Nordamerika findet ein Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit statt, jedoch nicht zeitgleich mit den europäischen Ländern. Der Wechsel zur Sommerzeit in Nordamerika fand dieses Jahr bereits am 12. März statt.

Andere Länder, andere Sitten

Das Argument der Energieeinsparung gilt jedoch seit Jahren als überholt, und viele Stimmen sprechen sich mittlerweile gegen die Sommerzeit aus. Aufgrund dessen wurden die Uhren in Russland 2014 das letzte Mal umgestellt und die Sommerzeit abgeschafft. Seitdem drehen alle Uhren nach der Winterzeit.

Die Türkei hingegen entschied sich im Oktober 2016 gegen die Winterzeit, und seither gilt dort künftig nur noch die Sommerzeit.

Es gibt allerdings auch Länder, in denen auf die Sommerzeit verzichtet wird. In Island oder in Ländern in Äquatornähe wird die Zeit nicht umgestellt, da es hier wenig Sinn machen würde. Sowohl in afrikanischen Ländern als auch in der Mehrheit der Länder Südamerikas wird daher ebenfalls auf eine Sommerzeit verzichtet.

Obwohl die Zeitumstellung zur Sommerzeit in der Kritik steht, so nimmt manch einer die zusätzliche Stunde Tageslicht gerne in Kauf.

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