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Sommerfeeling auf der Schobermesse
Lokales 12 5 Min. 24.08.2019

Sommerfeeling auf der Schobermesse

Sommerfeeling auf der Schobermesse

Foto: Chris Karaba
Lokales 12 5 Min. 24.08.2019

Sommerfeeling auf der Schobermesse

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Den warmen Samstagnachmittag verbrachten zahlreiche Kirmes-Fans mit Freunden und Familie auf der Schueberfouer.

Ob mit der Tram aus Richtung Kirchberg, zu Fuß durch den Stater Park oder mit dem Auto oder dem Bus aus allen Ecken des Landes - am Samstag fanden tausende Besucher den Weg bis nach Limpertsberg zur Schueberfouer.

Das gute Wetter - fast 30 Grad und strahlende Sonne - lud dazu ein, den Nachmittag im Freien zu verbringen. Demnach sieht man am Samstagnachmittag auf dem Glacis-Feld jede Menge knappe Sommerkleidung und lange Schlangen bei den Eis-Ständen.

Bei knapp 30 Grad konnten die Besucher der Fouer von den leckeren Eiskugeln nicht genug kriegen.
Bei knapp 30 Grad konnten die Besucher der Fouer von den leckeren Eiskugeln nicht genug kriegen.
Foto: Chris Karaba

Aber auch einige Attraktionen sorgen an dem warmen Sommertag für eine kleine Abkühlung und reichlich Spaß. Wie etwa das Fahrgeschäft "Le petit Canyon", bei dem Kinder mit Kanus über das Wasser gleiten. Vor dem kreisförmigen Wasserlauf stehen mehrere Erwachsene, die begeistert ihren vorbeifahrenden Sprösslingen zuwinken. 

Ein kleiner Junge mit blonden Haaren versteckt sich jedoch zögerlich hinter den Beinen seiner Mutter. "William traut sich nicht alleine auf das Spiel, wir versuchen ihn gerade davon zu überzeugen", witzelt sein Vater Bart und spricht seinem Jungen ein wenig Mut zu. Mutter Valérie erklärt weiter: “Wir schauen, ob er sich nun traut, wenn nicht, dann finden wir bestimmt ein anderes Spiel, das unser Sohn mag.”

Ein wenig schüchtern klammert sich der zweijährige William an seine Eltern Valérie und Bart. Auf das Fahrgeschäft "Le petit Canyon" traut der Zweijährige sich schlussendlich doch nicht alleine.
Ein wenig schüchtern klammert sich der zweijährige William an seine Eltern Valérie und Bart. Auf das Fahrgeschäft "Le petit Canyon" traut der Zweijährige sich schlussendlich doch nicht alleine.
Foto: Chris Karaba

Der Zweijährige sei denn auch nicht zum ersten Mal auf dem größten Volksfest des Landes, so die Eltern: “Vielleicht kann er sich nicht mehr daran erinnern, aber William war auch schon im vergangenen Jahr ein paar Mal auf der Fouer und es gefiel ihm sehr“, so Mutter Valérie. 

Vater Bart fügt hinzu: „Während der 20 Tage kommen wir mehrmals auf die Schueberfouer, da es für Familien ein tolles Erlebnis ist. Und heute stimmt wirklich alles – tolles Wetter, nicht zu viele Menschen, dafür genug Attraktionen und reichlich Leckereien zum Essen.“

Beliebt bei Jung und Alt

Neben den vielen Familien mit Kleinkindern, deren Augen vor allem wegen der Zuckerwatte- und Popcornstände leuchten, sind am Samstagnachmittag aber auch zahlreiche Jugendliche auf dem Jahrmarkt unterwegs. So auch Bernardo (14), Chiara (15), Melissa (16), und Kiara (15), die nach einer langen Runde auf dem Fouer-Neuzugang „Transformer“ mit einem großen Lächeln aussteigen. 

Bernardo (14), Chiara (15), Melissa (16) und Kiara (15) testen am Samstag eines der sechs neuen Fahrgeschäfte auf der Fouer - den "Transformer". (v.l.n.r.)
Bernardo (14), Chiara (15), Melissa (16) und Kiara (15) testen am Samstag eines der sechs neuen Fahrgeschäfte auf der Fouer - den "Transformer". (v.l.n.r.)
Foto: Chris Karaba

„Es war richtig toll. Ich war jetzt bereits zum zweiten Mal darauf. Gestern bei der Eröffnung musste ich das neue Spiel unbedingt testen. Es hat mir super gefallen“, beschreibt Chiara die Fahrt mit der Fouer-Neuheit. Ihre Freunde stimmen zu: „Die Drehungen und das Kopf-über-sein sind einfach cool.“ 

Das Fahrgeschäft "Transformer" ist in diesem Jahr ein Neuzugang auf der Schueberfouer und lockt zahlreiche Gäste und Zuschauer.
Das Fahrgeschäft "Transformer" ist in diesem Jahr ein Neuzugang auf der Schueberfouer und lockt zahlreiche Gäste und Zuschauer.
Foto: Chris Karaba

Der "Transformer" ist aber nicht die einzige Attraktion, die die vier Freunde an diesem Nachmittag testen wollen. "Wir drehen jetzt noch eine Runde über die Fouer und gehen dann noch auf ein, zwei oder drei Spiele. Später essen wir dann etwas zusammen. In den kommenden Tagen geht es natürlich weiter. Schließlich gibt es dieses mega Fest ja nur einmal im Jahr", erklärt Bernardo und versichert, dass die vielen Fouer-Tage auch Kosten mit sich bringen: "Ich spare allerdings immer im Voraus, etwas extra Taschengeld gibt es dann manchmal aber auch von den Eltern. Denn an einem Nachmittag hat man schnell mal 50 Euro ausgegeben."

Geld muss man auf der Schueberfouer aber nicht immer nur ausgeben, man kann es auch - wenn auch nicht echtes - gewinnen. Das, in Form von kleinen Goldmünzen an den Glücksspielautomaten der insgesamt acht Luna-Parks

Ein Fan davon ist der 22-jährige Maxime. Der Franzose aus Thionville ist in diesem Jahr zum allerersten Mal auf der Fouer und spricht bereits sichtlich begeistert von seiner jüngsten Erfahrung: "Ich bin seit einer halben Stunde hier und habe bereits einen grünen Stern und mehrere Münzen gewonnen. Damit kann ich mir später einen Preis aussuchen."

Maxime aus Thionville ist zum ersten Mal auf der Schueberfouer und hat sofort das große Los gezogen.
Maxime aus Thionville ist zum ersten Mal auf der Schueberfouer und hat sofort das große Los gezogen.
Foto: Chris Karaba

Der junge Mann hofft aber noch auf weitere Gewinne - viele Jetons zum Weiterzocken besitzt er ja noch. "Natürlich ist es toll, etwas mit nach Hause nehmen zu können. Bei dem Gang zur Fouer geht es für mich vor allem aber darum, der Routine zu entgehen und einen unterhaltsamen Nachmittag zu verbringen", sagt Maxime und gibt an, in den kommenden Tagen noch einmal mit Freunden oder der Familie auf die Schobermesse zu kommen.  

Klassiker noch immer im Rennen

Einige Meter weiter befindet sich ein weiteres, hauptsächlich bei den kleinen Fouer-Besuchern sehr beliebtes Traditionsspiel: das Entenfischen. Die siebenjährige Irina zeigt ihrer Familie stolz ihren Gewinn. "Kuck, et ass ee Jelly", sagt das kleine Mädchen und knetet dabei sichtlich zufrieden mit ihren Fingern die gelbe, schleimige Substanz. 

Familie Lourenço: In der Mitte die kleine Irina, die beim Entenfischen einen tollen Preis ergattert hat.
Familie Lourenço: In der Mitte die kleine Irina, die beim Entenfischen einen tollen Preis ergattert hat.
Foto: Chris Karaba

Mutter Susy erklärt: "Unsere Tochter liebt das Entenfischen. Und wir als Eltern sind natürlich froh, wenn die Kinder glücklich sind. Alles in allem ist der jährliche Ausflug auf die Fouer immer wieder ein tolles Familienerlebnis. Da jeder etwas davon hat - die jungen Leute gehen auf die spektakulären Fahrgeschäfte, die Kleinen spielen um ein Krönchen oder ein Spielzeug und wir vergnügen uns dann mit dem leckeren Essen an den Imbissbuden."  

Treffpunkt der Jugend

Noch nicht so bekannt wie der Entenstand, sondern ganz neu auf der Fouer ist in diesem Jahr die "Alpina Bahn". Die größte transportable Achterbahn zieht am Samstag denn auch alle Blicke auf sich. Zahlreiche Besucher - vor allem Jugendliche - tummeln sich vor dem Eingang des einzigartigen Fahrgeschäfts. 

Die "Alpina Bahn" gastiert normalerweise auf dem Oktoberfest in München, dieses Jahr findet man die größte transportable Achterbahn ohne Looping jedoch auch auf der Schueberfouer.
Die "Alpina Bahn" gastiert normalerweise auf dem Oktoberfest in München, dieses Jahr findet man die größte transportable Achterbahn ohne Looping jedoch auch auf der Schueberfouer.
Foto: Chris Karaba

Drei junge Männer -  Pedro (15), Alessandro (14) und Dylan (15)  - haben die aufregende Fahrt jedoch bereits hinter sich gebracht und scheinen von dem ganzen Trubel rund um die Mega-Achterbahn nur bedingt etwas zu halten. "Die Runde war viel zu kurz und so hoch ist es nun auch nicht. Es war cool, ja, aber es bleibt eine normale Achterbahn ohne Looping", betont Dylan. 

Alessandro (14), Dylan (15) Pedro (15) haben das neue Fahrgeschäft "Alpina Bahn" getestet.
Alessandro (14), Dylan (15) Pedro (15) haben das neue Fahrgeschäft "Alpina Bahn" getestet.
Foto: Chris Karaba

Die Erfahrung, das neue Spiel bereits getestet zu haben, sei aber wichtig, denn so könne man mit anderen Freunden darüber reden: "Auf der Fouer begegnet man Freunden, die man schon länger nicht gesehen hat. Beispielsweise aus anderen Schulen oder sogar aus der Grundschule. Das ist natürlich cool, weil man sonst eigentlich nicht die Gelegenheit dazu hat", erklärt Pedro. 

Dann lässt er seinem Freund Alessandro das Wort: "Ich würde es super finden, wenn die Fouer das ganze Jahr über geöffnet wäre, dann hätten wir Jugendliche immer einen Ort, wo wir uns alle treffen können und in der Stadt wäre auch immer etwas los."


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