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Sommer 2016: Etwas zu warm, deutlich zu nass
Lokales 3 Min. 03.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Sommer 2016: Etwas zu warm, deutlich zu nass

28 Sommertage luden in den vergangenen Monaten zum Wassersport ein.

Sommer 2016: Etwas zu warm, deutlich zu nass

28 Sommertage luden in den vergangenen Monaten zum Wassersport ein.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 3 Min. 03.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Sommer 2016: Etwas zu warm, deutlich zu nass

Sophie HERMES
Sophie HERMES
„Etwas zu warm, mäßig sonnig und deutlich zu nass“: Die Bilanz des staatlichen Wetterdienstes Meteolux zum Sommer 2016 fällt etwas durchwachsen aus.

(SH) - Auch wenn das warme und sonnige Wetter derzeit noch ins Freie lockt, ist der Sommer seit Donnerstag für die Meteorologen beendet. Zeit für die Experten des staatlichen Wetterdienstes Meteolux eine Bilanz für die Monate Juni, Juli und August zu ziehen.

Und diese fällt etwas durchwachsen aus. „Etwas zu warm, mäßig sonnig und deutlich zu nass“, lautet das Fazit an der Wetterstation in Findel. Wer den Sommer 2016 also als nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht eingeschätzt hat, liegt richtig.

Im Durchschnitt 18 Grad

Die mittlere Lufttemperatur in den Monaten Juni, Juli und August betrug exakt 18 Grad Celsius. Dies sind 0,7 Grad mehr, als es das langjährige Mittel aus der Referenzperiode von 1981 bis 2010 erwarten ließ. Im Juni (16,4) und Juli (18,7) lagen die Temperaturen
0,5 Grad über dem 30-jährigen Schnitt, im August (18,8) gar 1,1 Grad.

Am wärmsten war der 26. August mit 34,9 Grad Celsius. Dies ist die höchste Temperatur, die seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947 in den letzten zehn Augusttagen in Findel gemessen wurde. Die knapp 35 Grad entsprechen jedoch keinem absoluten Rekord. 2003 stieg das Thermometer im August bis auf 37,9 Grad Celsius. Dass es im Sommer jedoch auch recht kühl sein kann, bewies der 11. August mit maximal 6,0 Grad Celsius.

28 Sommertage, zwei Tropennächte

Insgesamt wurden in den vergangenen drei Monaten 28 Sommertage mit Höchsttemperaturen über 25 Grad gemessen. An sieben Tagen stieg das Thermometer über 30 Grad. Dies sind deren drei mehr als üblich. In zwei Nächten fielen die Temperaturen unterdessen nicht unter die 20-Grad-Grenze. Verantwortlich für diese Zahlen ist insbesondere die Hitzewelle Ende August.

Doch auch wenn es etwas zu warm war, so ließ sich die Sonne dennoch des öfteren nicht blicken. 645,1 Sonnenstunden wurden in drei Monaten an der Messstation in Findel registriert. Dies sind deren 63 weniger, als im 30-jährigen Schnitt. Besonders der Juni blieb mit 157,8 Sonnenstunden hinter den Erwartungen zurück. Auch der Juli (233,8) lag hinter dem Mittelwert, während sich im August 253,5 Stunden zum Sonnenbaden anboten, dies sind deren rund 20 mehr als üblich.

Viel Regen im Juni und Juli

Zu Beginn des Sommers ließ jedoch nicht nur die Sonne auf sich warten, es regnete auch verhältnismäßig viel. Insbesondere im Juni und Juli kam es immer wieder zu heftigen Regenschauern. In den drei Sommermonaten fielen an insgesamt 49 Tagen 300,6 Liter Regen pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Im Schnitt fielen zwischen 1981 und 2010 etwa 226 Liter pro Quadratmeter. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947 fiel nur in neun Sommern mehr Regen.

Heftiger Regen sorgte im Juli entlang der Weißen Ernz für schlimme Überschwemmungen.
Heftiger Regen sorgte im Juli entlang der Weißen Ernz für schlimme Überschwemmungen.
Foto: Pierre Matgé

Der Juni 2016 war mit 135,1 Litern der viertniederschlagsreichste Juni, der Juli mit 144,2 Litern der drittniederschlagsreichste Juli. Ganz anders der August. Die 21,3 Liter pro Quadratmeter entsprechen nur knapp einem Drittel jenes Niederschlags, der zu erwarten war. Damit ist der vergangene Monat der dritttrockenste August seit 1947.

Astrologisch am 22. September

Besonders viel Regen fiel am 21. und 22. Juli. An diesen Tagen wurden in Findel mehrere Stationsrekorde gebrochen. Noch nie waren innerhalb von 24 Stunden mehr als 70,6 oder innerhalb von 30 Minuten mehr als 28,4 Liter pro Quadratmeter gefallen.

Auch wenn für die Meteorologen der Herbst bereits begonnen hat, fängt er kalendarisch – oder auch astrologisch – übrigens erst am 22. September an. Denn während sich die astrologischen Jahreszeiten nach dem Stand der Sonne richten, halten sich die Wetterexperten an volle Monate – Sommer ist demnach im Juni, Juli und August. Dadurch war es vor dem Zeitalter des Computers einfacher, Statistiken zu erstellen.

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