Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Soll der Apotheken-Bereitschaftsdienst zentralisiert werden?
Lokales 20.12.2012 Aus unserem online-Archiv

Soll der Apotheken-Bereitschaftsdienst zentralisiert werden?

Déi Gréng fordern eine Debatte, was die Bereitschaftsdienste der Apotheken angeht.

Soll der Apotheken-Bereitschaftsdienst zentralisiert werden?

Déi Gréng fordern eine Debatte, was die Bereitschaftsdienste der Apotheken angeht.
Foto: Nicolas Bouvy
Lokales 20.12.2012 Aus unserem online-Archiv

Soll der Apotheken-Bereitschaftsdienst zentralisiert werden?

Nach Informationen von “Déi Gréng” soll der Bereitschaftsdienst für Apotheken in Zukunft neu geregelt werden. Demnach ist geplant, den Dienst nach Mitternacht nur noch in Städten mit einer “Maison médicale” abzuhalten und dort zu verstärken.

(raz) - Das „Syndicat des pharmaciens luxembourgeois“ hat bei Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo eine neue Regelung des Bereitschaftsdienstes beantragt. Demnach würden in Zukunft nachts landesweit nicht mehr neun Apotheken Bereitschaftsdienst haben, sondern nur noch diejenigen in der Nähe der „Maisons médicales“.

In einem Schreiben an Parlamentspräsident Laurent Mosar hat die Fraktion der Grünen angefragt, das Vorhaben der Apothekervereinigung in der nächsten Zusammenkunft der Kommission für Gesundheit und soziale Sicherheit zu besprechen und Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo einzuladen, an dieser Sitzung teilzunehmen.

Vorschlag muss reifen

Alain De Bourcy, Präsident des „Syndicat des pharmaciens luxembourgeois“, bestätigte die Pläne gegenüber dieser Zeitung. „Viele Apotheker, die eine ganze Woche lang Bereitschaftsdienst haben, haben nachts fast gar keine Kunden“, so Alain de Bourcy. Die Zahl der Kunden habe seit der Einführung der „Maisons médicales“ in abgelegeneren Ortschaften stark abgenommen, da die Patienten ihre Arzneimittel, die ihnen nachts verschrieben werden, jetzt im Umfeld dieser Einrichtungen besorgen. Der Präsident betonte derweil, dass es keinerlei Bestrebungen gebe, die Zahl der Apotheken im Land zu reduzieren.

Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo erklärte am Donnerstag gegenüber Radio DNR, er habe sich mit dem Apothekersyndikat darauf geeinigt, „diesem Vorschlag Zeit zu lassen, um heranzureifen“, und dass noch Gespräche mit den betroffenen Akteuren geführt werden müssten. „Jedenfalls wird der Bereitschaftsdienst im kommenden Jahr normal weiterlaufen“, so der Minister. Wenn es danach Anpassungen geben würde, müssten diese „zu einem insgesamt besseren Dienst am Patienten führen“ und nicht zu einer Ausdünnung des Apothekennetzes. „Die Diskussion geht weiter“, betonte der Minister.

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.