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So sollen bestäubende Insekten geschützt werden
Lokales 2 Min. 22.05.2022
Rückläufige Artenvielfalt

So sollen bestäubende Insekten geschützt werden

Der Aktionsplan zielt auf den Schutz von bestäubenden Insekten, die auch für den Menschen unverzichtbar sind.
Rückläufige Artenvielfalt

So sollen bestäubende Insekten geschützt werden

Der Aktionsplan zielt auf den Schutz von bestäubenden Insekten, die auch für den Menschen unverzichtbar sind.
Foto: Lucien Wolff
Lokales 2 Min. 22.05.2022
Rückläufige Artenvielfalt

So sollen bestäubende Insekten geschützt werden

Lucien WOLFF
Lucien WOLFF
Ein neuer Aktionsplan des Umweltministeriums rückt den Schutz von bestäubenden Insekten in den Fokus. Auch Privatpersonen können helfen.

Für das Umweltministerium bot der Welttag der Biene am 20. Mai eine willkommene Gelegenheit zum Startschuss einer neuen Werbekampagne zum Schutz und Erhalt von bestäubenden Insekten. Zu diesem Zweck fanden sich Umweltministerin Joëlle Welfring (Déi Gréng) und die Verantwortlichen der Vereinigung natur&ëmwelt im Haus der Natur in Kockelscheuer ein. 

In seiner Begrüßungsansprache ging natur&ëmwelt-Präsident Roby Biwer auf eine stark rückläufige Artenvielfalt ein. Die „Bed & Breakfast fir eis Bestëbser” betitelte Kampagne habe Symbolcharakter und fördere vor allem den Schutz der Insektenwelt, die der Mensch so dringend braucht. 

Drei Hauptsäulen des Aktionsplans

Es oblag Welfring, die Kernelemente des 2021 von der Regierung ins Leben gerufenen nationalen Aktionsplans vorzustellen. Er betrifft Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und andere Insekten, von welchen zahlreiche Arten bereits ausgestorben sind. Ein weiterer Schwund der Artenvielfalt hätte der Ministerin zufolge katastrophale Folgen für Mensch und Umwelt. 


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Hauptsäulen der „B&B Action Weeks” seien der Schutz und die Erhaltung der Bestäuber, bessere Kenntnisse und Bildung über sowie Sensibilisierung für die Insekten. Die Durchführung des Aktionsplans bedinge jedoch die Unterstützung wichtiger Partner wie den Gemeinden, natur&ëmwelt und sonstiger Umweltvereinigungen, Betrieben sowie der Hilfe von Privatpersonen. 

In diesem Zusammenhang appellierte Welfring an den guten Willen der Bürger, auch Wespen in ihrem Garten zu dulden. Diese Insekten bestäuben ebenfalls zahlreiche Blumen und dienen in den Ökosystemen als eine Art Gesundheitspolizei.

Fünf einfache Ratschläge für Kleingärtner

Bis zum 5. Juni findet landesweit die erste Auflage der „B&B Action Weeks” statt. Zahlreiche Akteure im Naturschutzbereich veranstalten in allen Ecken des Landes Aktivitäten über die „Bestëbser”. Weitere Auskünfte über den Veranstaltungskalender findet man auf der Internetseite bbweeks.lu

Auch soll die Bevölkerung für den Schutz und den Erhalt der bestäubenden Insekten sensibilisiert werden. Hierzu vermitteln das Umweltministerium und nature&ëmwelt fünf einfache Ratschläge, die jeder in seinem Garten oder seiner Grünanlage umsetzen kann. 


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Insektennester und die Bienen in ihrem Überwinterungsstock sollen nicht gestört werden. Es sollten mehr Blumen, Sträucher und Bäume gepflanzt werden. Auch sollte der Rasen weniger oft gemäht und der Pflanzenwuchs länger wild wachsen gelassen werden. Ein letzter Ratschlag warnt vor dem Vergiften der Natur mit Pestiziden.

Haus der Natur geht mit gutem Beispiel voran

In Kockelscheuer sind die vorerwähnten Ratschläge bereits verwirklicht. Also ließ sich Ministerin Jolle Welfring von Verantwortlichen durch verschiedene Naturgartenparzellen führen. Einen längeren Aufenthalt gab es auf der Wiese beim Bienenhaus, wo sich ein selbstgebautes Bienenhotel befindet, das Nistmöglichkeiten der allein lebenden Wildbienen ermöglicht. 

Das Haus der Natur ist übrigens besonders in pädagogischer Hinsicht äußerst aktiv. So finden sich öfters Lehrpersonen hier auf Ideensuche ein, um mit ihren Schülern ein solches Bienenhotel zu bauen. Grundschüler der Stadt Luxemburg sind regelmäßig in Kockelscheuer zu Gast, wo auch mehrere Tiere zu Hause sind. Schulklassen aus der Umgebung sind auf Anfrage hin ebenfalls willkommen im Naturschutzzentrum, in dem die Vereinigung natur&ëmwelt seit 1994 ansässig ist.  

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