Sieben Vorfälle gemeldet

Wenn Füchse Kälber angreifen

Mehrfach waren Füchse auf Abwegen im Kuhstall.
Mehrfach waren Füchse auf Abwegen im Kuhstall.
Foto: Shutterstock

(str) - Sieben Mal sind in den vergangenen Wochen neu geborene Kälber von anderen, zunächst unbekannten Tieren angegriffen und verletzt worden. In einem Fall musste ein Jungtier gar aufgrund der schwerwiegenden Verletzungen eingeschläfert werden.

In diesem Fall und in zwei anderen ergaben Analysen von DNS-Abstrichen an den Bisswunden, dass die Kälber von Füchsen angegriffen worden waren.

Das geht aus der Antwort von Landwirtschaftsminister Fernand Etgen auf eine parlamentarische Anfrage von Martine Hansen (CSV) hervor. Letztere hatte sich nach „vermehrten Fällen, wo frisch geborene Kälber am lebendigen Leib angefressen wurden und verstorben sind“ erkundigt.

Wie der Minister erklärt, kommen für ein derartiges Geschehen, Füchse, Wölfe, Greifvögel und streunende Hunde in Frage. Die DNS-Analysen, die nur in drei Fällen ausgeführt wurden, dabei Füchse als Verursacher überführten, seien sehr aufwendig. Abstriche von möglichen Speichelspuren an den Wunden müssen binnen 24 Stunden erfolgen.

Je mehr Zeit nach dem Angriff vergeht, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Qualität der Speichelspuren eine schlüssige DNS-Analyse zulässt. In vier Fällen kam es nicht zu einer solchen Analyse.

Wie der Minister weiter betont, ist keine Entschädigung für von den Fuchsangriffen betroffene Landwirte vorgesehen.