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Sieben Monate nach dem Erdrutsch in Esch/Alzette: Deponie: Straße bleibt auf Jahre zu
Lokales 03.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Sieben Monate nach dem Erdrutsch in Esch/Alzette: Deponie: Straße bleibt auf Jahre zu

Wann die Straße zwischen Esch und Monnerich wieder hergestellt wird, steht noch in den Sternen.

Sieben Monate nach dem Erdrutsch in Esch/Alzette: Deponie: Straße bleibt auf Jahre zu

Wann die Straße zwischen Esch und Monnerich wieder hergestellt wird, steht noch in den Sternen.
Jacques GANSER
Lokales 03.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Sieben Monate nach dem Erdrutsch in Esch/Alzette: Deponie: Straße bleibt auf Jahre zu

Wie konnte die riesige Bauschuttdeponie zwischen Esch und Monnerich ins Rutschen kommen? Antwort darauf soll der Abschlussbericht geben, der kommende Woche vorgestellt wird. Bis dahin soll die Deponie vor allem wintertauglich gemacht werden.

Vor Ort ist in den letzten sieben Monaten nicht viel geschehen, der Lankhëlzer-Wald wurde entlang der zerstörten Straße gerodet, auch am Fuße der Deponie wurde alles Grün entfernt. Zugleich wurde eine provisorische Straße auf der Deponie angelegt, sie schlängelt sich an der Westseite bis zur Spitze. Oben geht ein Bagger zu Werke, er bricht die Kanten ab, die riskieren einzustürzen.

Deponie muss winterfest werden

„Nach dem zweiten Zwischenbericht haben wir beschlossen die Deponie winterfest zu machen“, so Gaston Schmidt, beigeordneter Direktor des Umweltamtes. “Die Kanten die entstanden sind werden abgebrochen um zu verhindern dass weiteres Geröll nachrutscht, so wie im August geschehen. Am wichtigsten ist aber die Abdichtung der Deponie. Wenn in der kalten Jahreszeit Regenwasser einsickert könnte das Material aufgeweicht und wieder instabil werden“. Dazu werden auf der südlichen und der nördlichen Seite der Deponie Rinnen gezogen die in einem Becken zusammenlaufen, hier wird das Oberflächenwasser dann gesammelt. Zudem wird das Deponiematerial durch Walzen verfestigt. Vor dem Winter dürften die eigentlichen Sanierungsarbeiten aber wohl nicht beginnen. Unklar ist bisher auch wann die Straße zwischen Esch und Monnerich erneuert werden soll.

Jedes Jahr eine Cheopspyramide

Ob der alte Verlauf beibehalten wird oder man näher an den Lankhëlzerbësch baut, steht auch noch in den Sternen. Es kann dauern, soviel steht fest. Ein Jahr, vielleicht zwei Jahre. Bis dahin muss Luxemburg auf andere Lösungen für den Bauschutt zurückgreifen, Strassen und Folschette sind genehmigt worden, in Sassenheim wartet die Deponie Gadderscheier, diejenige in Colmar-Berg wurde eben erst offiziell eröffnet.“ Es gibt keine Lösung für dieses Problem“, so Gaston Schmidt. „Jedes Jahr könnte man mit dem luxemburgischen Bauschutt eine Cheops-Pyramide bauen. Wir müssen umdenken und weniger materialaufwendig bauen.“


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