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Sicherheit in CFL-Zügen: Bausch spricht Klartext
Gare Oetrange / Bahnhof Oetringen / Angriff auf CFL-Mitarbeiter / CFL / 17.03.2019/ Foto : Caroline Martin

Sicherheit in CFL-Zügen: Bausch spricht Klartext

Caroline Martin
Gare Oetrange / Bahnhof Oetringen / Angriff auf CFL-Mitarbeiter / CFL / 17.03.2019/ Foto : Caroline Martin
Lokales 2 Min. 13.06.2019

Sicherheit in CFL-Zügen: Bausch spricht Klartext

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Auch nach dem Angriff auf zwei CFL-Angestellte im März ist Minister Bausch der Meinung, die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen seien ausreichend. Trotzdem würden zusätzliche Vorkehrungen getroffen.

Nachdem Mitte März eine Gruppe von etwa zehn Jugendlichen in Oetringen einen Schaffner und einen Lokführer der CFL brutal angegriffen und verletzt hatten, stehen auch rund drei Monate später immer noch Fragen zu dem Vorfall im Raum. Wie steht es um die Sicherheit der Zugangestellten? Könnte sich ein solcher Vorfall wiederholen?


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Bereits einige Tage nach dem Angriff, der für die beiden CFL-Mitarbeiter mit einem Krankenhausbesuch endete, stellte der Abgeordnete der Piraten-Partei Marc Goergen eine parlamentarische Frage zum Thema Sicherheit in CFL-Zügen. Rund 10 Tage später erhielt er eine Antwort von Möbilitätsminister Francois Bausch - die dem Abgeordneten der Piratenpartei allerdings nicht ausführlich genug war. 

In einer parlamentarischen Frage vom 9. Mai bat der Abgeordnete der Piraten-Partei Marc Goergen deshalb um Klarstellung von Mobilitäts-Minister Francois Bausch. Zu seinem "Erstaunen" hätte der zuständige Minister ihm lediglich eine Aufzählung sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen gegeben, die die CFL in den letzten Jahren eingerichtet hätten, nicht aber auf die zwei eigentlichen Fragen geantwortet.

Wie in seiner ersten parlamentarischen Frage stellte Marc Goergen wieder die Fragen, ob der Minister die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen an Bord der CFL-Züge als ausreichend befände und welche zusätzlichen Maßnahmen er zu treffen gedenke, um die Sicherheit des Personals zu gewährleisten.

In seiner Antwort auf die zweite parlamentarische Frage von Marc Goergen zum Thema Sicherheit bei der CFL wies der Transportminister unter anderem auf eine neu geschaffene Arbeitsgruppe hin.
In seiner Antwort auf die zweite parlamentarische Frage von Marc Goergen zum Thema Sicherheit bei der CFL wies der Transportminister unter anderem auf eine neu geschaffene Arbeitsgruppe hin.
Foto: Guy Jallay

Auf die Frage, ob er die in seiner ersten Antwort aufgelisteten Sicherheitsmaßnahmen als ausreichend ansähe, antwortete Minister Francois Bausch mit einem klaren "Ja". Es gehe darum, das "Gefühl von Sicherheit" sowohl bei den Zugpassagieren als auch beim Personal "zu erhalten und zu erhöhen." Er sei persönlich der Meinung, dass dieses Sicherheitsgefühl nicht durch "drastische Maßnahmen", wie zum Beispiel der Schaffung einer "Eisenbahnpolizei" herzustellen sei. Es würde dem allgemeinen Sicherheitsgefühl auch nicht zuträglich sein, dem CFL-Personal die Erlaubnis zu geben, Waffen zu tragen.


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Bausch sieht die Lösung viel mehr darin, bestehende Polizeieinheiten, Zollkontrollen, die Präsenz externer Sicherheitsbeamte zu verstärken - vor allem bei Fahrten, die als "gefährdeter" angesehen werden können. Damit bezieht sich der Minister zum Beispiel auf Nachtfahrten, wie der, bei der der Angriff im März stattfand.

Auch betonte Bausch wie schon in seiner ersten Antwort, dass eine Aufrüstung der Videoüberwachung eine wichtige präventive Sicherheitsmaßnahme sei, die man in Zukunft verstärkt in Angriff nehmen würde.

Des Weiteren teilte Bausch mit, eine Arbeitsgruppe geschaffen zu haben, die sich mit der Frage auseinandersetzt, wie die Sicherheit im öffentlichen Transport in Zukunft verbessert werden könnte. Die Arbeitsgruppe versammelt Mitarbeiter der CFL, der AVL, des TICE, des Luxtram, der Polizei und des Zolls. Dieses Komitee hätte sich bisher bereits zwei Mal getroffen und würde in nächster Zukunft entsprechende Gesetzesvorschläge ausarbeiten.


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