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Sicherheit an Nationalfeiertag: Zivilfahnder und Betonsperren
Lokales 2 Min. 22.06.2017

Sicherheit an Nationalfeiertag: Zivilfahnder und Betonsperren

Zur Absicherung der Nationalfeiertagsfeiern wurden gestern in der Oberstadt neben Betonblöcken auch lange Reihen aus Metallabsperrungen aufgestellt.

Sicherheit an Nationalfeiertag: Zivilfahnder und Betonsperren

Zur Absicherung der Nationalfeiertagsfeiern wurden gestern in der Oberstadt neben Betonblöcken auch lange Reihen aus Metallabsperrungen aufgestellt.
Foto: Chris Karaba
Lokales 2 Min. 22.06.2017

Sicherheit an Nationalfeiertag: Zivilfahnder und Betonsperren

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Für die Feiern um den Luxemburger Nationalfeiertag setzt die Polizei auf sichtbare und weniger sichtbare 
Sicherheitsvorkehrungen, die von langer Hand vorbereitet wurden.

(str) - Von der Banalität des Bösen zeugen die letzten Terroranschläge in Europa. Wie die Ermittlungen ergaben, standen hinter den Anschlägen zumeist keine großen Verschwörungen sondern lediglich fanatisierte Einzeltäter, die sich mit ihrer Bluttat selbst ein Denkmal in einem wirren Weltbild setzen wollten. Dabei versuchten sie mit Autos, Lieferwagen, Messern selbst gebastelten Sprengsätzen größtmöglichen Schaden anzurichten – und Tod, Angst und Schrecken zu verbreiten.

Luxemburg kann dabei genau so zum Zufallsziel werden, genau wie andere Länder zuvor. Dem sind sich auch die Behörden bewusst und deshalb werden über die übliche Bedrohungslage hinaus für die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag eine ganze Reihe von zusätzlichen Maßnahmen ergriffen. Ein Teil davon wird hinter den Kulissen umgesetzt, ein anderer ist sichtbar.

Wenn sich am Vorabend des Nationalfeiertags Zehntausende Menschen in der Hauptstadt auf engstem Raum tummeln, werden doppelt so viele Polizisten im Einsatz sein, wie sonst etwa am Wochenende. „Dabei werden sehr viele Polizisten zu Fuss im Einsatz sein“, erklärt Polizeipressesprecher Frank Stoltz. Neben den Polizisten in Uniform werden auch in großer Zahl Beamte in Zivil eingesetzt. Ihr diskreteres Vorgehen erlaubt es, problematische Situationen früh als solche zu erkennen und die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Darüber hinaus sind Polizisten in Zivil ein sehr effizientes Mittel, um gegen Taschendiebe vorzugehen und Unruhestifter frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen.

Gemeinsames Sicherheitskonzept

In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wurde im Vorfeld ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet. Neben einer ganzen Reihe von organisatorischen Schritten wurden darin auch eine gewisse Anzahl von strategischen Punkten identifiziert, an denen Betonsperren aufgerichtet und Dienstwagen quergestellt werden, um einen Zugang mit einem Fahrzeug möglichst weitgehend verhindern oder zumindest deutlich zu erschweren. „Dies erfolgt natürlich in enger Koordination mit den Rettungskräften, denn für die muss der Zugang jederzeit gewährleistet bleiben“, betont Frank Stoltz.

Zugangskontrollen für die Besucher der Feierlichkeiten wird es nicht geben. Bei einem konkreten Verdacht auf eine Straftat, schreiten die Sicherheitskräfte dennoch unmittelbar ein. „Wer ein verdächtiges Benehmen beobachtet, oder wem ein verdächtiger Gegenstand auffällt, sollte unverzüglich die Polizei verständigen“, betont Pressesprecher Stoltz. Bürger sollten allerdings auch darauf achten, ihrer Rucksäcke oder Taschen nicht unbewacht zurücklassen, um nicht aus Unachtsamkeit einen umfangreichen Polizeieinsatz zu provozieren.

Auch wenn der Schwerpunkt der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in der Hauptstadt liegt, wurden über Land für alle größeren Veranstaltungen ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, dies unter der Aufsicht der jeweiligen Regionaldirektionen der Polizei.


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